Herning (OTS) – Im Rahmen der gerade stattfindenden
Berufseuropameisterschaften
EuroSkills 2025 im dänischen Herning haben sich die zuständigen EU-
Minister auf gemeinsame Ziele in der beruflichen Bildung verständigt.
„Eine kompetitive Berufsbildung ist das Herzstück der europäischen
Wettbewerbsfähigkeit. Am Weg zu einer ‚Union of Skills‘ müssen wir
die richtigen Werkzeuge wählen, um junge Fachkräfte mit den
erforderlichen Kompetenzen der sich wandelnden Arbeitswelt
auszustatten“, sagt Josef Herk , Präsident von SkillsAustria. Die nun
gefasste „Herning Declaration“ hebt die Bedeutung der beruflichen
Bildung hervor und betont in einer Reihe von Maßnahmen, darunter die
bereits präsentierten Aktionspläne, wie „zukunftssichere Skills“
entwickelt werden können.
„Wir begrüßen, dass es auf europäischer Ebene zu diesem
Schulterschluss im Zuge der vorliegenden Deklaration gekommen ist“,
so Herk. Die Schwerpunkte der Herning-Erklärung liegen auf einer
Erhöhung der Attraktivität von Berufsbildung, Betonung der
Gleichwertigkeit zwischen Berufsbildung und Hochschulbildung,
Steigerung von Exzellenz in der Berufsbildung, Förderung der
Mobilität von Schüler:innen/Lehrlingen bzw.
Lehrer:innen/Ausbilder:innen, Stärkung der Rolle der Sozialpartner in
der Berufsbildung sowie der Sicherung ausreichender und nachhaltiger
Investitionen in die Berufsbildung.
„Sehr positiv ist, dass Österreich mit der Höheren Berufsbildung
(HBB) bereits erste Angebote setzt und damit dem Auftrag der
Deklaration nachkommt. Das duale System – Ausbildung in den
heimischen Unternehmen und in Berufsschulen – ist ein Zukunftsmodell
und Österreich ein starker Player in der europäischen beruflichen
Bildung. Es ist wesentlich, dass Europa unter dänischem Vorsitz klar
darlegt, dass die berufliche Bildung als wichtiger Teil der Lösung
für den wachsenden Fach- und Arbeitskräftemangel in der EU angesehen
wird. Vor allem ist sie ein Hebel in Hinblick auf den ökologischen
und digitalen Wandel“, so Herk.
Auch Österreich habe Hausaufgaben in der beruflichen Bildung zu
erledigen: Dies betreffe, so der SkillsAustria-Präsident, eine
gelingende Berufsorientierung, die die Jugendlichen gut auf ihrem Weg
in die Berufstätigkeit berät. Gleichzeitig gelte es die
Herausforderungen im Bereich fehlender Grundkompetenzen junger
Menschen aktiv zu managen und im Rahmen einer Bildungspflicht zu
lösen, die schulische Mindeststandards garantiert.
„Das aktuelle Regierungsprogramm setzt zur beruflichen Bildung
ebenfalls einige Schwerpunkte, darunter die Weiterentwicklung der
Lehrberufsbilder, integrationspolitische Aspekte der Berufsbildung,
einen Fokus auf Ausbildungsbetriebe sowie eine Gleichstellung der
beruflichen Bildung in der gesellschaftlichen Anerkennung“, so Herk
abschließend. (PWK363/HSP)