Salzburger und Tiroler treffen sich zum Wiener Gipfel

Wien (OTS) – Was haben Salzburg und Tirol gemeinsam? Hohe Berge,
viele Touristen,
international erfolgreiche Unternehmen – und jeweils einen Club in
der Bundeshauptstadt, in dem sich aus der Heimat „Ausgewanderte“
regelmäßig versammeln. Erstmals trafen sich nun an einem
Novemberabend die in Wien lebenden Salzburgerinnen und Salzburger mit
den „Wiener“ Tirolerinnen und Tirolern – zum nachbarschaftlichen
Austausch mit alpiner Herzlichkeit. Ein Gipfeltreffen zwischen Club
Salzburg und Club Tirol in buchstäblich luftiger Höhe am Dach des
Österreichischen Genossenschaftsverbandes in der Wiener Löwelstraße.
Samt launigem „Nachbarschafts-Quiz“ und hochkarätig besetzter
Podiumsdiskussion rund um das Thema „Täuschend echt – zwischen
Deepfakes, Desinformation und Demokratie“.

„Offenheit, Austausch, Menschen zusammenbringen – das verbindet
unsere Clubs und so war die Idee naheliegend, gemeinsam eine
Veranstaltung in freundschaftlicher Stimmung zu machen“, begrüßten
Club Tirol-Präsident Julian Hadschieff und sein präsidiales Gegenüber
beim Club Salzburg, Peter Haubner , die insgesamt rund 100 zum
Gipfeltreffen erschienenen Club-Mitglieder. „Es freut mich sehr, dass
so viele von den Besten aus dem Westen heute hier versammelt sind“,
erklärte Haubner – seines Zeichens Zweiter Präsident des
Nationalrates – augenzwinkernd. Angelehnt an den zuvor schon von
Gesundheitsunternehmer Julian Hadschieff angedeuteten, altbekannten
westösterreichischen Spruch: „Die Besten aus dem Westen auf die
Posten in den Osten.“

Treffpunkt, Dialog, Netzwerk – diese zum Leitmotiv des Club
Salzburg zählenden Wörter finden sich ebenso in der „Club-DNA“ des
modernen, politisch unabhängigen, weltoffenen Business-Club Tirol.
Beide Clubs fungieren quasi als Andock-Station der sich ihrer alten
Heimat verbunden fühlenden, in Wien lebenden 25.000 Salzburgerinnen
und Salzburger sowie der gut 40.000 Tirolerinnen und Tiroler. Wohl
diesem Größenverhältnis entsprechend, zählt der 2007 gegründete Club
Salzburg rund 250 Mitglieder, der ein Jahr jüngere Club Tirol gut
650. Beide Clubs bieten bei ihren Events immer ein vielfältiges, mit
durchaus ernsten Themen versehenes Programm. So auch beim
Gipfeltreffen, das Impulsvorträge samt anschließender
Podiumsdiskussion mit prominenten Vertreterinnen und Vertreter beider
Bundesländer bereithielt.

Zwtl.: Zwischen Deepfakes und Demokratie-Erhalt

„Die vielen weltweiten Krisen der letzten Jahre, gepaart mit der
anstehend AI-Revolution lassen uns alle nicht zur Ruhe kommen“,
startete der Tiroler Clemens Pig, Chief Executive Officer der Austria
Presse Agentur (APA) seine Rede. Die seit längerem in der Krise
steckenden klassischen Medien mit faktenbasiertem und unabhängigem
Journalismus werden zusehends durch künstliche Intelligenz
gesteuerte, auf Algorithmen basierenden digitalen Kanäle wie
Internet, Messengerdienste und Soziale Medienplattformen noch mehr an
die Wand gedrückt. Eine auch demokratiepolitisch gefährliche
Entwicklung – denn wo bleibt in einer von Fake News und von der
Durchsetzung bestimmter Interessen geprägten, von künstlich
generierten Fake-Bildern durchseuchten Welt die Wa(h)re Nachricht,
das wahre Wissen, die den Erhalt unserer Demokratien ermöglicht? Um
der Gefahr „Democracy Dies in Darkness“ (so der Titel des jüngsten
Buches von APA-Chef Pig) zu entgehen, müssen „wir alle gemeinsam was
tun, denn das ist nicht nur ein Problem der Medien, das ist unser
aller Problem.“

Der Salzburger Autor, Speaker, Coach und international gefragte
„Storytelling Experte“ Markus Gull ließ auf Pigs Ausführungen ein
rasantes Potpourri aus Inhalten seines neuesten Buches „Das New Story
Manifest“ folgen. Die Menschen erklären sich demnach selbst und
einander die Welt immer durch große Geschichten, die „uns tragen und
treiben.“ Zuletzt seien Narrative wie „Gut gegen Böse und das Gute
muss gewinnen”, die Suche nach dem „Glück in der
Selbstverwirklichung” und „Wohlstand für alle entsteht durch Wachstum
der Wirtschaft” über Jahrzehnte effizient gewesen. Noch nie sei es
der Menschheit besser gegangen als heute – doch bei vielen sinke die
Lebenszufriedenheit, psychische Erkrankungen explodierten regelrecht.
Selbst die Erfolgreichen suchten nach dem Sinn in ihrem Leben.
„Unsere Storys sind uns richtig aus dem Ruder gelaufen“, so Gull. Es
brauche daher eine neue Geschichte: „Wir müssen dem Leben Antworten
geben, die uns stark machen, wir brauchen einen radikalen
Humanismus.“

Bei der folgenden Diskussion – moderiert von Club Salzburg-
Vizepräsidentin Karin Strobl – saßen neben den beiden Vorredner mit
am Podium Esther Mitterstieler, Landesdirektorin des ORF Tirol ,
sowie Wirtschafts- und Innenpolitik-Redakteur Hermann Fröschl von den
Salzburger Nachrichten . Dabei wurde etwa empfohlen, KI als ein
brauchbares Werkzeug zwar einzusetzen, dabei aber nie „den
Hausverstand zu vergessen.“ Medien müssten den Mut zur Lücke haben,
sich also nicht von der unglaublichen Geschwindigkeit der (Fake-)
Nachrichtenverbreitung in der digitalen Welt treiben zu lassen und
damit echtes, aber zeit- und kostenintensives Recherchieren
aufzugeben. Im Umgang mit den Social Media-Plattformen ebenso wie mit
KI-Programmen gehörten nicht nur, aber vor allem junge Menschen
geschult und aufgeklärt. Für manche sei ChatGPT & Co. ja schon zum
allumfassenden Lebensberater geworden. Härtere gesetzliche (
europäische) Regelungen für die großen Tech-Plattformen wäre
vermutlich ebenso ratsam.

Zwtl.: Kniffliges Nachbarn-Quiz

Lustig und keinesfalls „dystopisch“ gestaltete sich das auf die
vielen ernsten Worte folgende Quiz „Wie viel weißt du über deinen
Nachbarn“. Da mussten die „Salzburg-Tirolerischen-Zweier-Teams“ in
Sekundenschnelle die richtigen Antworten auf knifflige Fragen wie
jene nach der Gesamtzahl aller Bierbrauereien in beiden Bundesländern
(Antwort 64), wie viele Gemeinden es in Salzburg gibt (119) oder wie
viele Gästenächtigungen es jährlich in Tirol gibt (knapp 49 Millionen
) gefunden werden.

Beim geselligen Ausklang des Club-Gipfeltreffens waren sich
Salzburger wie Tiroler vielfach einig: ein solches sollte es bald
wieder geben.

Zwtl.: Über den Club Tirol:

Rund 40.000 TirolerInnen leben in Wien und Umgebung. Seit nun
mehr als siebzehn Jahren bietet ihnen der CLUB TIROL ein politisch
unabhängiges Business-Netzwerk. Jährlich veranstaltet der CLUB TIROL
für seine mittlerweile über 650 Mitglieder zahlreiche Veranstaltungen
zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Aktueller Vorstand des
CLUB TIROL ist Präsident Julian Hadschieff, Humanocare-Eigentümer,
Vizepräsidentin Unternehmensberaterin Renate Danler – Renate Danler
Consulting, Peter Kunz – Kunz Wallentin RAE GmbH, Barbara Kolm –
Abgeordnete zum Nationalrat, Präsidentin des Hayek-Instituts und
Direktorin des Austria Economics Center, Kommunikations-Beraterin
Charlotte Sengthaler, Stefan Kirchebner – BMLV – Abtl. Zielgruppen-
Kommunikation, Personalberaterin Martina Scheiber HR-SCOPE, Key
Account Manager bei café+co und Organisator der Wirtschaftswanderung
Herbert Rieser.

Zur Fotogalerie: https://www.clubtirol.net/show_content2.php?s2id
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