IV: Österreichisches Mercosur-Veto sachlich unverständlich

Wien (OTS) – Für die Industriellenvereinigung (IV) ist das
offensichtlich
weiterhin aufrechte Veto der österreichischen Bundesregierung gegen
Mercosur sachlich unverständlich und schädlich für Österreich und
Europa

Das Mercosur-Abkommen ist gut verhandelt und ein faires Abkommen,
das in Zeiten der wirtschaftlichen Herausforderungen notwendige
Impulse liefern könnte. Von Landwirten angemeldete Bedenken wurden
durch Kontingentierungen bei Rindfleisch, Kontrollen bei der
Produktqualität sowie finanzielle Absicherungen in der Höhe von 6,3
Milliarden Euro im mehrjährigen EU-Finanzrahmen deutlich
berücksichtigt. „Warum man diese Zugeständnisse nicht zur Kenntnis
nimmt und vor der Zukunft und dem Potenzial dieses Abkommens, das
Österreichs Wirtschaft und Wohlstand in schwierigen Zeiten stärkt,
die Augen verschließt, ist mehr als unverständlich“, so IV-
Generalsekretär Christoph Neumayer.

Die Vorteile des Abkommens liegen klar auf der Hand: Schrittweise
sollen 91 Prozent der Zölle auf Ausfuhren aus der EU in die Mercosur-
Staaten wegfallen. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission
könnten europäische Unternehmen dadurch jährlich bis zu vier
Milliarden Euro einsparen. Studien zufolge könnten die EU-Exporte in
die Region sogar um bis zu 39 Prozent zulegen. Für Österreich, dessen
Wirtschaft stark vom Export abhängt, wäre das besonders wichtig: Rund
1,2 Millionen Arbeitsplätze hängen vom Export ab, und etwa ein
Viertel der Staatseinnahmen wird dadurch erwirtschaftet. Angesichts
der derzeit rückläufigen globalen Nachfrage nach österreichischen
Produkten benötigen wir dieses Abkommen daher mehr denn je. „Es gilt
jetzt, die Zukunft zu gestalten, und nicht sie zu verspielen“, so
Neumayer abschließend.

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