Jugendliche gestalten Schulbücher mit

Wien (OTS) – Schüler*innen haben fast täglich mit Schulbüchern und
anderen
Bildungsmedien zu tun. Da macht es Sinn, wenn sie auch mitbestimmen
dürfen, wie diese aussehen. Deshalb hat der öbv Anfang 2025
Jugendliche aufgerufen, sich für einen Jugendbeirat zu melden. Zwölf
Jugendliche aus fast allen Bundesländern und ganz unterschiedlichen
Schulformen wurden ausgewählt und haben den Verlag das ganze Jahr
über bei verschiedenen Projekten und Entscheidungen begleitet. öbv-
Geschäftsführer Philipp Nussböck ist begeistert vom Jugendbeirat: „
Die Jugendlichen haben uns sehr viele wertvolle Rückmeldungen
mitgegeben. Wir finden es wichtig, dass Schüler*innen Dinge
mitgestalten dürfen, die sie betreffen. “

Im März hat das Jugendbeirats-Jahr mit einem zweitägigen
Präsentations- und Empowerment-Training in Wien begonnen. Während des
Jahres fanden zwei Online-Beiratssitzungen statt und die Jugendlichen
haben auch zwischen den Sitzungen zu verschiedenen Fragen Rückmeldung
gegeben. Im Dezember gab es ein zweites Präsenzwochenende, bei dem
der Jugendbeirat das Jahr gemeinsam abgeschlossen hat. Bei den
Wochenenden in Wien blieb auch Zeit für gemeinsame
Freizeitaktivitäten wie Bowling und Minigolf. Umgesetzt wurde der
Jugendbeirat vom öbv in Kooperation mit dem Sozialunternehmen YEP.

Zwtl.: Wobei durften die Jugendlichen mitbestimmen?

Die Jugendlichen haben unter anderem ihre Wünsche für die
Konzeption eines neuen Lehrwerks eingebracht, ihre Meinung zu
Entwürfen für digitale Bildungsmedien beigesteuert und Rückmeldung zu
Cover-Gestaltung, Layouts und Verständlichkeit von Texten gegeben.

Nussböck erzählt von einigen konkreten Beispielen: „ Die
Rückmeldungen vom Jugendbeirat haben definitiv unsere Entscheidung
beeinflusst! Bei einem Cover-Entwurf haben wir dank der Rückmeldung
der Jugendlichen eine andere Wahl getroffen als ursprünglich geplant.
Bei einem anderen Schulbuch haben uns die Jugendlichen gesagt, dass
das Layout für sie überfordernd wirkt. Aktuell bearbeiten wir dieses
Werk neu und beziehen dabei den Wunsch nach einer lockereren
Gestaltung ein. “

Zwtl.: Statements von Jugendlichen

– „Ich habe den öbv-Jugendbeirat sehr cool gefunden, weil ich das
Gefühl hatte, wir können maßgeblich mitentscheiden, wie zukünftige
Schulbücher aussehen.“ (Konrad aus Oberösterreich)

– „Am Jugendbeirat hat mir sehr gefallen, dass wir in die
Entscheidungen für Schulbücher eingebunden wurden. Weil wir als
Schüler ja mit den Schulbüchern lernen, ist es wichtig, dass sie auf
Jugendliche zugeschnitten sind.“ (Corvin aus Wien)

– „Ich fand es cool, dass ich bei etwas mitmachen konnte, was mich
wirklich etwas angeht. In der Schule entscheiden oft Erwachsene,
obwohl es um den Alltag von Schüler*innen geht. Deswegen hat es mich
gefreut, dass ein Schulbuchverlag Schüler*innen mit einbindet und
unsere Meinung so gut wie möglich versucht umzusetzen.“ (Helene aus
Niederösterreich)

– „Wir haben oft die Gestaltung von Schulbuch-Doppelseiten besprochen
und konnten einbringen, ob die uns zu bunt oder zu überfüllt sind.
Das fand ich spannend, denn in meinen Schulbüchern finde ich die
Seiten oft überladen und überfordernd.“ (Laurenz aus Niederösterreich
)

– „Heute haben wir digitale Bildungstools ausgearbeitet und dabei
Input gegeben, was für uns beim Lernen wichtig ist. Da kommt sehr gut
heraus, dass wir unsere Stimme einbringen und der öbv dadurch eine
Sichtweise mitbekommt, die er sonst nicht hätte.“ (Isabel aus Wien)

– „Ich fand richtig cool, dass ich das Gefühl hatte, dass ich gehört
werde – sowohl bei den Jugendbeiratssitzungen, wo wir aktiv
mitgestalten durften, als auch bei Veranstaltungen, wo wir die
Perspektive der Jugend einbringen und auch an Lehrkräfte weitergeben
konnten.“ (Maxi aus Oberösterreich)

Auch im Jahr 2026 wird es wieder einen öbv-Jugendbeirat geben.
Interessierte Schüler*innen können sich ab sofort melden. Mehr unter
www.oebv.at/jugendbeirat

Hier finden Sie Fotos sowie Audiozitate der Jugendlichen zum
Download

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