Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte

Wien (OTS) – Wien, am 14. Jänner 2026 – Bei der von der
Bundesregierung
angekündigten Mehrwertsteuer-Senkung auf „Grundnahrungsmittel“
fordert der WWF einen klaren Fokus auf gesunde pflanzliche
Lebensmittel, anstatt weitere klimaschädliche Subventionen zu
schaffen. „Die Bundesregierung sollte vor allem die Steuern auf Obst,
Gemüse und Hülsenfrüchte halbieren. Das wäre sowohl gesundheits- als
auch klimapolitisch sinnvoll“, sagt WWF-Ernährungsexpertin Julia
Haslinger. „Völlig verfehlt“ wäre hingegen eine etwaige weitere
Subventionierung des Fleischabsatzes.

Laut den österreichischen Ernährungsempfehlungen sollte der
Konsum tierischer Produkte deutlich reduziert werden. Denn derzeit
liegt zum Beispiel der Fleischkonsum mit 58 Kilo pro Kopf schon jetzt
vier Mal höher als von führenden Fachleuten empfohlen. Zudem wäre
eine indirekte Förderung des Fleischabsatzes eine weitere Subvention,
die den Klima- und Biodiversitäts-Zielen der Republik widerspricht.

Steuer-Diskriminierung pflanzlicher Alternativen beenden

Darüber hinaus sollte die Bundesregierung die Benachteiligung
pflanzlicher Milchalternativen beenden. Derzeit werden diese mit 20
Prozent doppelt so hoch besteuert wie tierische Milch. „Das ist ein
unfairer Preis-Nachteil für all jene, die sich pflanzenbasiert und
klimaschonend ernähren wollen“, sagt Julia Haslinger vom WWF. Eine
Vereinheitlichung des Steuersatzes auf zehn Prozent würde zugleich
neue Chancen für die heimische Landwirtschaft schaffen, da die
Nachfrage nach regionalem Getreide und Hülsenfrüchten steigt.

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