Wien (OTS) – Die aktuelle Foresight-Studie „Junge Menschen &
Demokratie 2025“
zeigt klar: Das Vertrauen junger Menschen in das politische System
ist unter Druck. Nur 44 Prozent der 16- bis 26-Jährigen bewerten
dessen Funktionsweise positiv, mit deutlichen Unterschieden je nach
finanzieller Lage. „Wer sich das Leben kaum leisten kann, verliert
auch das Vertrauen in die Demokratie. Wer sich hingegen finanziell
sicher fühlt, vertraut auch eher unserer Demokratie. Das ist ein
klarer politischer Auftrag, für mehr Gerechtigkeit in Österreich zu
sorgen“, betont SPÖ-Jugendsprecher Paul Stich. ****
Besonders alarmierend sei, dass junge Menschen aus finanziell
abgesicherten Haushalten das System deutlich positiver sehen als
jene, die unter Druck stehen. Die Studie zeigt außerdem, dass für
junge Menschen vor allem leistbares Wohnen, steigende
Lebenshaltungskosten sowie Fragen rund um Ausbildung und Arbeit im
Zentrum stehen. „Vertrauen in die Demokratie entsteht durch
Sicherheit im Alltag. Wer sich Wohnen, Energie und Lebensmittel nicht
leisten kann, fühlt sich auch politisch nicht vertreten.“
Die SPÖ sieht darin einen klaren Handlungsauftrag für die
Regierung: „Wir greifen ein und ordnen – bei Mieten, bei
Energiepreisen und bei den Kosten des täglichen Lebens. Nur so
stärken wir Vertrauen und Zusammenhalt.“ Der Bericht thematisiert
auch, dass etwa jede vierte junge Person in Österreich von zentralen
demokratischen Beteiligungsrechten wie Nationalratswahlen
ausgeschlossen ist. Stich ortet darin eine demokratiepolitische
Schieflage, die angegangen werden muss. (Schluss) mf/bj