Wien (OTS) – Mit großer Betroffenheit hat der SPÖ-Rathausklub die
Nachricht vom
Ableben von Alfred Barton aufgenommen. Mit ihm verliert Wien eine
prägende Persönlichkeit der Kommunalpolitik, die über Jahrzehnte
hinweg mit ruhiger Entschlossenheit und klarem sozialen Kompass für
die Menschen in Ottakring gearbeitet hat. Alfred Barton wurde am 25.
Februar 1927 in Wien geboren.
„Mit Alfred Barton verliert Wien einen aufrechten
Sozialdemokraten und einen Kommunalpolitiker, der seinen Bezirk mit
großer Hingabe, Verantwortungsbewusstsein und echter Nähe zu den
Menschen gestaltet hat. Er hat Ottakring über viele Jahre hinweg
entscheidend mitgeprägt und damit auch einen wichtigen Beitrag zur
Entwicklung unserer Stadt geleistet. Sein Engagement und sein Wirken
werden unvergessen bleiben. In diesen schweren Stunden gilt mein tief
empfundenes Mitgefühl seiner Familie und allen, die ihm nahegestanden
sind“, so Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Ludwig.
„Alfred Barton war ein Politiker mit Haltung, Herz und
Handschlagqualität. Sein Wirken war stets von dem tiefen Wunsch
getragen, das Leben der Menschen konkret zu verbessern – im Grätzl,
im Bezirk, in der ganzen Stadt. Ottakring verdankt ihm entscheidende
Entwicklungsschritte, die bis heute sichtbar und spürbar sind. Unser
Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Wegbegleiter*innen“, so SPÖ-
Klubvorsitzender Josef Taucher.
„Alfred Barton hat Ottakring über viele Jahre hinweg geprägt wie
nur wenige andere. Er war nah bei den Menschen, hat zugehört und
gehandelt. Ob bei der Sanierung der Sandleiten, der Erneuerung des
Brunnenmarktes oder der Verlängerung der U3 – sein Einsatz hat den
Bezirk nachhaltig verändert und modernisiert. Sein Vermächtnis ist
ein lebenswerteres Ottakring“, würdigt die Ottakringer Gemeinderätin
Susanne Haase den Verstorbenen.
„Alfred Barton hat Ottakring mit Weitblick, Bodenständigkeit und
großem Verantwortungsgefühl geführt. Viele Entwicklungen, die den
Bezirk heute ausmachen, tragen seine Handschrift. Er war ein
Bezirksvorsteher, der mitten unter den Menschen und mit ihnen
gearbeitet hat. Dafür gebührt ihm unser großer Respekt und unser
ehrendes Gedenken. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und
Wegbegleiter*innen“, so Ottakrings Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp.
Alfred Barton begann seine berufliche Laufbahn bei den Wiener E-
Werken und engagierte sich früh politisch für die Sozialdemokratie.
Bereits 1959 wurde er Bezirksrat in Ottakring. 1978 übernahm er die
Funktion des Bezirksvorsteher-Stellvertreters, bevor er 1980 zum
Bezirksvorsteher gewählt wurde. Dieses Amt übte er bis Ende 1996 mit
großem Engagement aus.
In seine Amtszeit fielen zentrale Projekte der
Bezirksentwicklung: die Erstellung eines Bezirksentwicklungsplanes,
umfassende Sanierungen wichtiger Einrichtungen wie des Kongressbades,
des Brunnenmarktes und der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig sowie
die Verlängerung der U3 nach Ottakring. Auch die erste Wohnstraße im
16. Bezirk entstand unter seiner Verantwortung.
Neben seiner politischen Tätigkeit war Alfred Barton über viele
Jahre hinweg auch gewerkschaftlich aktiv und engagierte sich in der
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, insbesondere für die Anliegen
der Pensionist*innen.
„Alfred Barton hat gezeigt, was sozialdemokratische Politik im
besten Sinn bedeutet: Verantwortung übernehmen, anpacken und immer
auf der Seite der Menschen stehen. Wien wird ihm ein ehrendes
Andenken bewahren“, so Taucher abschließend. (schluss) sh