Wien (OTS) – Das EU-Parlament beschließt eine wichtige
Gesetzesänderung zum Schutz
vor Deepfakes: Künstliche Intelligenz, mit der User_innen gefälschte
Nacktbilder erstellen können, soll künftig gesperrt werden. Die
Gesetzesänderung ist notwendig, denn mit Modellen wie Elons Musks
Grok werden täglich tausende Deepfakes von Frauen und Kindern
erstellt. Damit reagiert die EU auf Proteste in mehreren europäischen
Ländern. In Österreich unterzeichneten mehr als 35.000 Menschen die
Petition “Missbrauch stoppen, Grok sperren!” der gemeinnützigen
Organisation #aufstehn.
Link zur Petition: Missbrauch stoppen, Grok sperren!
Zwtl.: Gesetz greift erst ab Sommer
Auch wenn die Gesetzesänderung ein erster Schritt ist, dauert es
bis zu einem wirksamen Schutz vor Deepfakes noch einige Monate. Vor
Juli 2026 ist mit keiner EU-weiten Sperre von missbräuchlicher KI zu
rechnen. Eine Verzögerung, die Michael Fedorcio von #aufstehn
kritisiert: „Die EU müsste Plattformen sofort verpflichten,
gefährliche Funktionen zu sperren. Mit jedem Tag ohne Verbot gibt es
mehr Opfer von virtueller Gewalt – überwiegend Frauen, teilweise
sogar Kinder.“
Zwtl.: Digitale Gewalt braucht klare Antworten
Eine Studie zeigt, dass 99% der Betroffenen von Deepfakes Frauen
sind und 98% der Inhalte pornografisch. “Tech Giganten wie Elon Musk
ermöglichen mit ihren Plattformen den Missbrauch von Frauen. Einen
solchen rechtsfreien Raum darf es in einer Demokratie nicht geben.
Schutz darf nicht erst greifen, wenn der Schaden bereits entstanden
ist. Deshalb fordern wir Staatssekretär Alexander Pröll auf, sofort
zu handeln und Grok zu verbieten“, so Fedorcio.