FPÖ – Schartel: „Digital-Euphorie der Regierung darf nicht zum analogen Kahlschlag für Senioren führen!“

Wien (OTS) – Der Anteil der Bevölkerung mit digitalen
Basiskompetenzen in
Österreich ist gemäß Eurostat auf rund 70 Prozent gestiegen. Damit
liegt Österreich über dem EU-Schnitt von rund sechzig Prozent. FPÖ-
Seniorensprecherin NAbg. Andrea-Michaela Schartel: „Bei aller
Euphorie, die von Regierungsseite angesichts dieser Meldung an den
Tag gelegt wird, darf man auf eine große und wesentliche Gruppe
unserer Gesellschaft nicht vergessen: die Senioren, die wohl den
größten Teil jener dreißig Prozent ausmachen, die solche digitale
Basiskompetenzen eben nicht haben. Deshalb ist es umso wichtiger,
dass das Recht auf ein analoges Leben gesetzlich verankert wird. Das
betrifft den Bereich der öffentlichen Verwaltung, aber auch Banken,
Versicherungen, Strom- oder Telefonanbieter – auch sie sollen die
Abwicklung von Geschäften auch weiterhin analog anbieten müssen.
Dieser Bereich ist eine der zentralen Forderungen des ‚Pensionisten-
Volksbegehrens‘ von Dr. Fritz Kinzlbauer, das die FPÖ unterstützt.“

Schartel befürchtet, dass die Verliererampel die aktuellen
Eurostat-Daten dazu missbrauche könnte, um den analogen Kahlschlag in
der Verwaltung auszuweiten: „Es kann nicht sein, dass man zum
digitalen Bürger zweiter Klasse wird, nur weil man kein Smartphone
oder Internet besitzt. Ein solcher Digital-Zwang, der über die Köpfe
der Menschen hinweg durchgedrückt werden könnte, ist unsozial und
spaltet die Gesellschaft.“

Die FPÖ stelle sich schützend vor all jene, die von dieser
Entwicklung überrollt werden. Aus diesem Grund unterstütze man auch
vollinhaltlich das Pensionisten-Volksbegehren von DDr. Fritz
Kinzlbauer. Darin werde unmissverständlich ein Recht auf ein analoges
Leben gefordert. Für Schartel sei klar, dass es eine gesetzliche
Garantie brauche, „dass sämtliche Amtswege auch in Zukunft analog
durchführbar bleiben. Es ist eine absolute Notwendigkeit, dass
Informationen und Entscheidungen der öffentlichen Verwaltung auch in
Papierform zugänglich sind und Anträge wie gewohnt aufgelegt werden.“

Abschließend forderte Schartel eine klare Kehrtwende der
Regierung: „Das Recht auf ein Leben ohne digitalen Zwang muss
gesetzlich verankert werden! Ob Bankgeschäfte, Arztermine oder
Behördenwege – es muss für alles und jeden eine analoge Alternative
geben, auch bei privaten Anbietern wie Banken, Versicherungen oder
Stromanbietern. Wir Freiheitliche werden nicht zulassen, dass unsere
Senioren, die dieses Land aufgebaut haben, von einer abgehobenen
Regierung ins digitale Abseits gedrängt werden!“

SERVICE: Alle Informationen zum „Pensionisten-Volksbegehren“ gibt
es unter www.pensionisten-volksbegehren.at . Das Volksbegehren kann
analog in jeder Gemeinde oder digital mittels ID Austria unterstützt
werden.

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