Wien (OTS) – Nachdem in drei Verhandlungsrunden bisher keine Einigung
für den
Kollektivvertag der rund 7.500 Beschäftigten der Papierindustrie
erzielt werden konnte, versammelten sich heute mehr als 120
Betriebsrätinnen und Betriebsräte der Branche in Wien, um den
aktuellen Verhandlungsstand zu diskutieren und weitere Maßnahmen zu
besprechen.
Seitens der Arbeitgeber wurde bisher kein Angebot zur Erhöhung
der Gehälter und Löhne vorgelegt. Die einzig klare Aussage der
Arbeitgeber war, dass sie einen Abschluss deutlich unter zwei Prozent
anstreben. Für die Gewerkschaften GPA und PRO-GE ist das
inakzeptabel: „Ein derartiger Paradigmenwechsel kommt für uns nicht
in Frage. Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben haben das
ganze Jahr hindurch harte Arbeit geleistet. Wir fordern endlich ein
konkretes, annehmbares Angebot, das diese Leistung angemessen
vergütet“, so die Verhandler auf Arbeitnehmer:innen-Seite, Walter
Kogler (GPA) und Wolfgang Cerne (PRO-GE).
„Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, den Druck auf die
Arbeitgeber deutlich zu erhöhen. Sollte es auch in der nächsten
Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommen, werden österreichweit
Betriebsversammlungen einberufen“, betonen Kogler und Cerne in Bezug
auf die heute beschlossene Resolution. „Wenn die Arbeitgeber
weiterhin ernsthafte Verhandlungen verweigern, werden wir die
Auseinandersetzung sichtbar und spürbar in die Betriebe und die
Öffentlichkeit tragen“, kündigen Kogler und Cerne an.
Die Gewerkschaften fordern weiterhin die Abgeltung der
durchschnittlichen Teuerung von 3,35 Prozent. Die nächste
Verhandlungsrunde findet am 30. April statt.