Asfinag-Bilanz: Koloss auf tönernen Füßen

Wien (OTS) – Als Koloss auf Tönernen Füßen bezeichnet die
Umweltorganisation VIRUS
die heute präsentierte Asfinag-Bilanz. Sprecher Wolfgang Rehm: „Dass
in den letzten zwanzig Jahren eine Umkehr von der Schuldensteigerung
auf Überschüsse und mäßigen Schuldenabbau gelungen ist, ist Folge der
nicht immer freiwilligen Zurückhaltung beim Neubauprogramm. Dieser
Erfolgskurs sollte schon aus Vorsorgegründen aktiv fortgesetzt
werden, schließlich kann die aktuell extrem unsichere Weltlage
jedwede optimistische Kalkulation jederzeit wie ein Kartenhaus zum
Einsturz bringen.“

Der Krieg um die Straße von Hormuz mit einem Gutteil der
Welttankerflotte sowie fossiler Gewinnungs-, Verarbeitungs- und
Verladeinfrastruktur auf dem Präsentierteller für militärische
Angriffe seien der Stoff aus dem jederzeit weitere steile
Preisanstiege mit Auswirkungen auf Inflation und Konjunktur und in
weiterer Folge auf die Mauteinnahmen der Asfinag einerseits und auf
davongaloppierende Baupreisindizes andererseits folgen könnten.
„Gerade jetzt sollte man nicht so tun, als seien Kosten egal, solange
sie nur die Asfinag zahlt. Es ist höchste Zeit das System mit immer
noch 10 Milliarden Schulden für die die Republik haftet resilienter
und krisenfester zu machen und riskante Abenteuer zu vermeiden“, so
Rehm. Schließlich sei die Asfinag in hohem Maße budgetrelevant, lägen
die mittlerweile 305 Mio Euro an Dividenden über dem Schnitt der
sieben ÖBAG-Unternehmen und hätte die Autobahngesellschaft seit 2012
kumuliert mehr als 2 Mrd Euro an die unter Sparzwang stehende
Republik abgeliefert. „Es ist höchste Zeit, bei ohnehin steigendem
Erhaltungsauwand fossile Neubau-Betonprojekte wie S1 Lobautunnel und
Lobauautobahn, S8 Marchfeld-Schnellstraße, S34 Traisental-
Schnellstraße sowie den A9 Ausbau in Pension zu schicken, um den
Wohlstand und die Pensionen sowie Umwelt und Klima zu erhalten“, so
Rehm abschließend.

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