Wien (OTS) – Die heute vormittag präsentierten
EU-SILC-Armutsgefährdungszahlen
weisen für Wien besorgniserregende Werte auf: Demnach sind in Wien 25
Prozent der Menschen armutsgefährdet, während es in Österreich 16
Prozent sind. Besonders schlimm ist die Situation bei den Kindern: In
Wien sind 36 Prozent der Kinder armutsgefährdet, österreichweit sind
es 23 Prozent. „Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die
Armut in Wien wird immer größer, mit ein Grund sind auch die
Kürzungen und Verteuerungen der Wiener Stadtregierung seit dem
letzten Herbst: Teure Öffis, Kürzungen im Sozialbereich, Anhebungen
bei den Gebühren, höhere Abgaben für Wohnbauförderungsbeiträge. Wien
war jahrzehntelang als sozial gerechte Stadt bekannt. Diese
Gewissheit geht gerade verloren. Die Stadtregierung verspielt das
Erbe des Roten Wiens“, so die Parteivorsitzende der Grünen Wien,
Judith Pühringer.
Sozialsprecher David Ellensohn ergänzt: „Die Wiener SPÖ, allen voran
Bürgermeister Ludwig, drücken die brutalsten Kürzungen im
Sozialbereich durch und nehmen den Allerärmsten heuer 200 Millionen
Euro weg, verteuern die öffentlichen Verkehrsmittel um 100 Euro im
Jahr und schneiden mit der Verteuerung des Wohnbauförderungsbeitrags
bei allen Nettogehältern mit – zum ersten Mal seit 1945. Und das,
während Überreiche und Milliardäre ungeschoren davonkommen und von
Belastungen verschont bleiben“.
„Die Kürzungen der Rot-Pinken Stadtregierung werden jetzt noch weiter
verschärft durch die massiven Einschnitte der Bundesregierung mit SPÖ
-Beteiligung. Damit wird die Schere zwischen arm und reich noch
vergrößert. Die Armut wird weiter steigen und Frauen und Kinder
werden zur Kasse gebeten, während das Vermögen der Reichen immer
größer wird“, so Pühringer und Ellensohn abschließend.