Eröffnung der Wein:Rast im Stiftskeller des Weinguts Burger

St. Pölten (OTS) – In Wullersdorf wurde am heutigen Sonntag im
sogenannten Melker
Stiftskeller, der seit gut 50 Jahren mit der Familie Burger verbunden
ist, die Wein:Rast als weiterer Entwicklungsschritt gemeinsam mit
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnet. Moderiert wurde die
Eröffnung vom ehemaligen ORF-Korrespondenten Ernst Gelegs. Die
Segnung nahm Pater Michael Fritz vor. Die musikalische Gestaltung
übernahm der Jugend-Musikverein Wullersdorf. Unter den zahlreichen
Festgästen waren unter anderen Bezirkshauptfrau-Stellvertreterin
Barbara Salzer, Bürgermeister Richard Hogl, Vizebürgermeisterin
Annemarie Maurer, Hannes Steinacker, Geschäftsführer vom Weinviertel
Tourismus, der Bürgermeister von Guntersdorf Roland Weber, die
Vizebürgermeisterin von Haugsdorf Martina Böck und Künstler Ernst
Exinger, dessen Bilder heute auch im und vor dem Keller ausgestellt
sind.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, dass die Familie
Burger in der Region „eine Familie, die man seit Tradition her kennt“
sei und die auch mit ihrer Familie, der Familie Leitner aus
Großharras seit vielen Jahren und Jahrzehnten verbunden sei. „Wenn
man sich in diesem Keller umschaut, dann spürt man, dass es wohl kaum
einen Ort gibt, der mit so viel Geschichte, so viel Handwerk und so
viel Herzblut verbunden ist wie dieser Weinkeller“, bezeichnete Mikl-
Leitner die Renovierung eines derartigen Ortes als „gelebte Zukunft
auf dem Fundament unserer Tradition.“

„Dieser Keller kann im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte
erzählen. Ein Keller, der zwischen 1500 und 1525 gebaut worden ist,
bis zu zwölf Meter tief und vor allem mit konstanter Temperatur von 8
Grad“, sprach Mikl-Leitner von diesem Weinkeller als „ein Juwel, das
es hier in der Region gibt“. „Dass dieser Keller heute in neuem Glanz
erstrahlt, zeigt vor allem auch mit welchem Herzblut und welchem
Respekt vor dem Bestehenden dieses Projekt geplant und vor allem auch
umgesetzt worden ist. Hier wurde nicht nur renoviert, hier wurde vor
allem erhalten und der Keller auf die Höhe der Zeit gebracht“,
betonte die Landeshauptfrau, dass mit dem Automaten beim Eingang die
Digitalisierung Platz gefunden habe und bezeichnete diesen als „eine
unglaublich tolle Innovation“.

Was trotz Automatisierung und Digitalisierung bleibe, sei aber
die Bedeutung des Weines und des Kellers. „Der Wein steht für unsere
Tradition, für unser Brauchtum, für Qualität und vor allem auch für
Geselligkeit und für Innehalten“, betonte die Landeshauptfrau, dass
es heute einfach Orte brauche, „wo man zusammenkommt, plaudern und
diskutieren und wo man das Leben genießen kann“ und das könne man
hier bei der Wein:Rast. „Was ihr mit dieser Wein:Rast setzt, ist ein
ganz entscheidendes Zeichen – für diese Region, für den Mut und für
das Engagement und vor allem für die Qualität dieses Weines“, betonte
Mikl-Leitner, dass der Familie Burger bestens gelungen sei Tradition
und Innovation zu verbinden.

„Das Weinviertel ist einfach eine Perle“, bedankte sich die
Landeshauptfrau bei der Familie Burger, „dass ihr dieses Juwel für
uns alle aufmacht, vor allem auch für den Radtourismus“. Die Familie
Burger stehe für all das, was das Weinviertel ausmache.

Grußworte sprach Bürgermeister Richard Hogl: Er freue sich, dass
der historische Ort und die historischen Gebäude durch diese
Tätigkeit wieder mehr zur Geltung kommen. Der Familie Burger sagte er
„ein herzliches Dankeschön“, denn gerade diese habe „durch Jahrzehnte
gezeigt, was es bedeutet, wenn man wirklich den Weinbau für die
Bevölkerung erlebbar macht“. Hogl bezeichnete das Weingut Burger als
Vorzeigebetrieb, der „einen großen Wert für die Region“ habe. „Mit
dieser Initiative wird gezeigt, dass wir für die Bevölkerung und den
Weintourismus wirklich Großes leisten“, hob der Bürgermeister
„Engagement, Geschick und Innovation der Familie Burger“ hervor.

„Ich wollte, dass traditionelle Werte am Leben erhalten werden“,
erzählte Johannes Burger von der Idee und den Zielen der Wein:Rast.
Es sei darum gegangen, den Keller öffentlich zu machen – „für die
Radl-Fahrer und für die Leute in der Umgebung. „Ich glaub, das ist
uns wirklich sehr gut gelungen – mit unserem Wein-Automaten, wo es
nicht nur Wein und Spritzer gibt, sondern nebenbei auch diverse
Cremeschnitten von meiner lieben Mutter“, sagte Burger, dass es
derzeit Cremeschnitten, Bananenschnitten und Erdbeerschnitten gebe,
aber auch eine Kellerjause, Äpfel, Kürbiskerne aus der Region sowie
Liptauer und Soletti.

Zur Geschichte des Weinkellers sagte Burger: „Es war immer ein
Weinlager, Kartoffellager, Zwiebellager, unter anderem auch ein
Kriegskeller zum Verstecken. Mein Vater hat den Keller im Jahr 1971
vom Stift Melk gepachtet und 1995 mit meiner Mutter wunderschön
hergerichtet.“ 2002 wurden die Wein-Kojen eröffnet, heute gibt es 156
davon auf der rechten Seite. Für die Radfahrerinnen und Radfahrer von
Bedeutung: „Wenn die Sonne aufgeht, geht die rechte Kellertür
elektronisch auf und bei Sonnenuntergang geht sie wieder zu“,
informierte Burger, dass die Kellerbesitzer hingegen mit einem
Priority-Schlüssel zu jeder Tages- und Nachtzeit in „ihren
persönlichen Weinkeller“ hineinkommen.

Nähere Informationen: www.weingut-burger.at

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