Energie, Diesel, Bürokratie: Burgenlands Betriebe fordern vehement Maßnahmen

Eisenstadt (OTS) – Die Wirtschaftskammer Burgenland setzt im Rahmen
ihrer Kampagne #
unverzichtbar neue Schwerpunkte. Im Mittelpunkt: sechs Themen, die
die 22.000 burgenländischen Betriebe gerade beschäftigen – von
steigenden Energiepreisen über teure Vorprodukte bis hin zu
wachsender Bürokratie. „Wir machen sichtbar, was unsere Betriebe
jetzt brauchen, um weiter unverzichtbar zu bleiben“, erklärt
Präsident Andreas Wirth bei einer Pressekonferenz.

Die Belastungen für burgenländische Unternehmen sind enorm: Die
Strom-Netzentgelte sind 2025 gestiegen, die Strompreisbremse ist
ausgelaufen. Die Betriebe melden steigende Material-Einkaufspreise,
die Beschäftigtenzahlen in den Baubranchen sind rückläufig. Und in
den Ortskernen kämpfen lokale Händler gegen internationale
Plattformen, die weder dieselben Steuern zahlen noch Sozial- und
Produktsicherheitsstandards einhalten.

„Wir sind die Stimme von rund 22.000 burgenländischen
Unternehmerinnen und Unternehmern. Was unsere Mitglieder jetzt
erleben, ist keine normale konjunkturelle Schwankung – es sind
strukturelle Belastungen, die Antworten brauchen. Wir benennen sie
klar und zeigen, was sich ändern muss.“

– MSt. Andreas Wirth, Präsident der WK Burgenland

Zwtl.: Die sechs Themen im Überblick

Die Wirtschaftskammer Burgenland gruppiert ihre sechs Themen in
drei Schwerpunkte: Kosten in den Griff bekommen, Investitionen
anschieben, regionale Stärke sichern.

Schwerpunkt Kosten: Planbare Energiepreise und bezahlbare
Mobilität sind unverzichtbar für Investitionen und Arbeitsplätze.

Schwerpunkt Investitionen: Wer produziert, repariert oder baut,
darf an Materialkosten nicht scheitern. Höhere Arbeitslosenzahlen
sind ein Konjunktur-Alarmzeichen.

Schwerpunkt regionale Stärke: Nahversorgung und lebendige
Ortskerne brauchen Betriebe vor Ort – und gleiche Spielregeln für
alle , die hier verkaufen. Und sie fordern weniger Bürokratie : 2,5
Arbeitstage pro Woche verbringen die Mitarbeiter eines Kleinbetriebs
in Summe mit dem Ausfüllen von Formularen statt mit der Produktion.

„Unsere Unternehmen sind unverzichtbar – und genau deshalb
brauchen sie jetzt Antworten. Wir reden von der wirtschaftlichen
Sicherung des Standortes. Wenn unsere Betriebe national und
international weiter wettbewerbsfähig sein sollen, müssen die
Rahmenbedingungen stimmen.“

– Dr. Harald Schermann, Direktor der WK Burgenland

Zwtl.: Die Kampagne in den nächsten Wochen

Die Welle läuft bis Anfang Juni. In allen Regionalstellen der
Wirtschaftskammer Burgenland werden die sechs Themen plakativ
sichtbar gemacht, in den nächsten Wochen begleitet von Schwerpunkt-
Aussendungen, Social-Media-Posts und Funktionärs-Statements aus den
Bezirken. Am 20. Mai bringt das Wirtschaftsparlament die Themen in
den Kreis der Funktionäre – sie tragen die Botschaft anschließend in
die Betriebe.

Ein zusätzliches Angebot: Unternehmen können die Kampagne aktiv
mittragen. Auf der Landingpage „wko.at/bgld/unverzichtbar“ stehen die
Sujets als Social-Media-Kit zum Download bereit – wer die Botschaft
auch im eigenen Unternehmen sichtbar machen möchte, kann das
gedruckte Plakat über die Wirtschaftskammer-Regionalstellen
bestellen.

Datenschutzinfo