Wien (OTS) – Sie brachte am 27. Mai 2026 beachtliche 28.000 Personen
auf die
Straße, die gegen 6% Einsparungen für das geplante Unibudget von 2028
bis 2030 protestiert haben. Die Universitätsleitungen haben korrekt
und nüchtern errechnet, dass sie für den laufenden Betrieb in der
folgenden Leistungsvereinbarungsperiode 18 Mrd. Euro benötigen
werden. Nur 16,1 Mrd. will die Bundesregierung hergeben. Damit
ignoriert sie die implizit hauptsächlich inflationsbedingten
Kostensteigerungen und gefährdet den laufenden Betrieb der
österreichischen Universitäten.
„Hochschulbildung ist ein Recht und kein Privileg“, proklamierte
Stefan Krammer von der Senatsvorsitzendenkonferenz. Die Gruppe des
„Netzwerks Unterbau Wissenschaft“ fordert eine nachhaltige
Hochschulstrategie, solidarisiert sich mit den Interessen der
Studierenden, lehnt daher Studiengebühren ab, fordert faire
Gehaltsabschlüsse und beklagt wiederholt die anhaltende
Aneinanderreihung von Kettenverträgen, womit eine mangelnde
Wertschätzung des akademischen „Mittelbaus“ verbunden ist.
Junge Studierende und junge Lehrende zeichnen ein eindrucksvolles
Bild davon, was nächste Generationen leisten können und wollen, wenn
man sie nur ließe.
Dementsprechend fordert Sebastian Schütze als Rektor der Uni Wien
einen verlässlichen Finanzierungspfad, der drastischen Personalabbau,
Verschlechterungen der Studienbedingungen und die Verringerung der
Forschungsleistung sowie der Innovationskraft verhindert.
UNIKO Chefin Brigitte Hütter hält ein leidenschaftliches Plädoyer
für Investitionen in die Menschen. Dabei wird kein Geld verbrannt,
sondern in veredelter Form zurückgebracht. Die geplanten Kürzungen
sind nicht hinzunehmen, weil wir nicht tausende Stellen streichen
wollen und dem Nachwuchs Karrierestellen sichern wollen, sagt sie.
Gute Bildungschancen und die Wettbewerbsfähigkeit müssen erhalten
bleiben und können nicht dem Ziel geopfert werden, nur 4% des
Bundeshaushalts auf Kosten der Universitäten abzusichern.
Planungssicherheit auf Basis der Autonomie war bisher eine
Erfolgsgeschichte der Universitäten. Sollte diese nicht mehr
funktionieren, gibt es Lohnkürzungen, Kompensationskündigungen und
keinen sozialen Zusammenhalt mehr. Vertreter:innen der ÖH ergänzen,
dass eine Regierung, die Wissenschaft vernachlässigt, damit auch ihre
Verantwortung vernachlässigt. Wir benötigen jedoch eine Politik, die
auf Fakten baut.
Deshalb der Appell weiter zu demonstrieren und zusammen zu
stehen!
Stefan Schön, Pressesprecher des ULV Österreich