Wien. (OTS) – Heute, am 10. November, jährt sich das dunkelste
Kapitel europäischer
Geschichte: die Novemberpogrome von 1938. In jener Nacht vom 9. auf
den 10. November wurden auch in Österreich tausende jüdische
Mitbürger:innen Opfer von Hass, Gewalt und systematischer
Vernichtung. Synagogen, Wohnungen und Geschäfte brannten, Menschen
wurden misshandelt, verschleppt und ermordet – nur weil sie Jüd:innen
waren. Die Novemberpogrome markieren den Beginn des Übergangs von der
Diskriminierung zur systematischen Vernichtung. Dieses grausame
Kapitel mahnt uns, wohin Menschenverachtung, Hetze und
Demokratiefeindlichkeit führen können.
Gerade in Zeiten wachsender sozialer Spaltung, nationalistischer
Rhetorik und einer gefährlich salonfähig gewordenen Intoleranz ist es
unsere gemeinsame Pflicht, entschieden gegenzuhalten. Erinnern allein
genügt nicht – aus der Geschichte folgt der Auftrag, zu handeln.
Als FSG-younion – die sozialdemokratische Fraktion in der younion
_ Die Daseinsgewerkschaft – stehen wir für die Werte, die das
Fundament einer stabilen Demokratie bilden: Solidarität, soziale
Gerechtigkeit, Gleichheit und der Schutz der Menschenwürde. Eine
starke, funktionierende Demokratie braucht soziale Sicherheit und
qualitativ hochwertige öffentliche Dienste, die allen Menschen
offenstehen – unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status.
Diese Daseinsvorsorge ist das Rückgrat einer solidarischen
Gesellschaft. Sie garantiert Freiheit von Not, ermöglicht
gesellschaftliche Teilhabe und stärkt das Vertrauen in unsere
demokratischen Institutionen. Wer Demokratie will, muss soziale
Demokratie leben – in Schulen, Spitälern, Pflegeeinrichtungen, im
öffentlichen Verkehr und in der Kultur u.a. – den systemrelvanten
Infrastrukturen.
Wir als FSG-younion bekennen daher ganz klar: Erinnern heißt
Verantwortung übernehmen – für eine demokratische, solidarische und
menschliche Zukunft.