Wien (OTS) – Mit der Schließung des Ankunftszentrums für geflüchte
Ukrainer:innen
in der Schlossberggasse 8 in Wien Hietzing Ende Februar stehen viele
Vertriebene ohne sichere Unterkunft, Beratung und Unterstützung da.
Wie die Grünen Hietzing erfahren konnten, soll die Liegenschaft ab
Mai zu einem Gemeindebau umgebaut werden.
„Wir begrüßen den geplanten Gemeindebau ausdrücklich als einen
Beitrag, leistbares Wohnen zu ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir,
dass die Liegenschaft bis zum Baubeginn des Gemeindebaus weiter als
Ankunftszentrum genutzt wird, um ankommenden Vertriebenen aus der
Ukraine, vor allem mit minderjährigen Kindern, eine menschenwürdige
erste Unterkunft und Anlaufstelle zu sichern. Niemand, der in Wien
ankommt, darf ohne Schutz bleiben. Jeder Tag ohne sichere
Erstunterkunft ist ein Tag zu viel. Als Leiter eines
Nachbarschaftsvereins, der kostenlose Deutschkurse auch für
ukrainische Frauen anbietet, weiß ich, wie wichtig das Zentrum am
Schlossberg für die Vertriebenen ist,“ so Christopher Hetfleisch,
stv. Klubvorsitzender der Grünen Hietzing.
Angesichts anhaltender globaler Unsicherheiten und geopolitischer
Entwicklungen könnte sich die Situation weiter verschärfen, wodurch
in den kommenden Monaten Menschen weiterhin auf Unterkunft und
Unterstützung angewiesen sein werden.
„Viele Wiener:innen, insbesondere auch die ukrainische Community,
leisten Unglaubliches, um Vertriebene aus der Ukraine zu
unterstützen, während Bund und Länder einander weiterhin die
Verantwortung zuschieben. Doch die Menschen, die vor Krieg und
Zerstörung flüchten, brauchen jetzt sichere Unterkünfte in Wien.
Daher fordern wir die Stadt Wien auf, die Liegenschaft
Schlossberggasse 8 bis zum Baubeginn des geplanten Gemeindebaus
weiterhin als Erstankunftszentrum bereitzustellen“, so
Parteivorsitzende Judith Pühringer.