Jugend Eine Welt zum Weltkindertag: Wir kämpfen für die Rechte der Kinder!

Wien (OTS) – Der in Österreich und Deutschland am 20. September
begangene
Weltkindertag steht heuer unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine
für Demokratie!“. Laut Schätzungen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF
haben über eine Milliarde Kinder weltweit nicht ausreichend Zugang zu
Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterkünften, Ernährung, sanitären
Einrichtungen oder sauberem Wasser. Zusätzlich treiben kriegerische
Auseinandersetzungen oder Auswirkungen des Klimawandels – wie
Überschwemmungen oder Dürren – Millionen Kinder in die Armut. Die
österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt setzt sich
seit 28 Jahren unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“
weltweit für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen ein.

Kinderrechte stärken
Gemeinsam mit langjährigen Partnerinnen und Partnern vor Ort
ermöglicht Jugend Eine Welt qualitätsvolle Schul- und
Berufsausbildungsprojekte in Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten,
Osteuropa und Asien. So gewährleistet Jugend Eine Welt, dass die
Rechte der Kinder auch eingelöst werden. „Die Rechte der Kinder zu
stärken ist der entscheidende Schritt auf dem Weg in eine bessere
Zukunft für benachteiligte junge Menschen weltweit“ , erklärt Jugend
Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer . „Das Recht auf Bildung
konkret in die Tat umzusetzen ist dabei ein ganz wesentlicher Punkt.
Kinder müssen aber auch erfahren und lernen, welche Rechte sie
haben.“

Vielfältige Programme für gefährdete Kinder
In Indien unterstützt Jugend Eine Welt seit vielen Jahren die Partner
-Organisation BREADS. Die Bangalore Rural Educational Development
Society (zu Deutsch: Gesellschaft für ländliche Entwicklung und
Bildung in Bangalore) koordiniert in den südindischen Bundesstaaten
Karnataka und Kerala viele Hilfsprogramme für gefährdete junge
Menschen. Insgesamt wurden bereits 615 Projekte umgesetzt, die mehr
als 100.000 Kindern, Frauen und Jugendlichen nachhaltig geholfen
haben. „Unsere Programme sind vielfältig. Wir retten Kinder aus den
Fängen der Kinderarbeit, ermöglichen Schul- und Berufsausbildung,
fördern aber auch das Demokratieverständnis der Kinder. Denn viele
kenne ihre Rechte nicht“ , erzählt Jugend Eine Welt-Projektpartner
Pater George P.S. bei seinem Besuch in Wien.

1.500 Kinderehen gestoppt, 3.000 Kinderarbeiter befreit
Um ihnen ihre Rechte näher zu bringen, leistet BREADS in ländlichen
Regionen nicht nur Aufklärungsarbeit, sondern organisiert in Schulen
auch sogenannte Kinderrechte-Clubs. „Die Schulkinder wachen selbst
über drohende Kinderrechtsverletzungen in ihrer Umgebung“ , skizziert
der Salesianer Don Boscos die Idee dahinter. „Passiert eine
Verletzung der Kinderrechte, dann machen sie darauf aufmerksam.“ In
den vergangenen 23 Jahren nahmen mehr als 380.000 Kinder und
Jugendliche in den Schulen an den angebotenen Kinderrechte-
Aufklärungsworkshops teil. Infolgedessen konnten mehr als 1.500
Kinderehen gestoppt und über 3.000 Kinder aus Zwangsarbeit befreit
werden.

Versteckte Kinderarbeit als großes Problem
Shilpa ist eines der vielen jungen Mädchen, die dank BREADS wieder
ein kindgerechtes Leben führen dürfen. Die Neunjährige musste,
abgeschirmt von der Öffentlichkeit, als Hausmädchen arbeiten. Nur
dank des Einsatzes von engagierten Schülerinnen und Schülern im
örtlichen Kinderrechte-Club konnte sie befreit werden. Anstatt
täglich zu schuften, geht Shilpa jetzt in die Schule und erhält
wichtige Bildung. „Shilpa ist ein Beispiel von vielen arbeitenden
Kindern, die in den letzten Jahren befreit werden konnten. Das größte
Problem ist, dass die Kinderarbeit meist versteckt stattfindet. Oft
stammen die Kinder aus einer anderen Region Indiens. Sie werden von
Menschenhändlern in die großen Städte gebracht, um dort für sie zu
arbeiten. Wir hatten zum Beispiel auch einen Fall, wo wir acht Kinder
erfolgreich aus einer Taschenfabrik in Bengaluru befreien konnten.
Diese Kinder, die ursprünglich aus dem Norden Indiens kommen, waren
in ihren Heimatdörfern von extremer Armut und mangelnden
Bildungschancen betroffen. Infolgedessen waren sie gezwungen,
auszuwandern und wurden anschließend in der Fabrik zu Kinderarbeit
gezwungen“, erzählt Pater George P.S. „Nach ihrer Rettung wurden
sofortige Maßnahmen und Betreuung bereitgestellt. Außerdem wurden
Aufklärungsveranstaltungen für die betroffenen Kinder und ihre Eltern
durchgeführt. Schlussendlich kehrten die Kinder wieder zu ihren
Familien zurück.“

Schulbildung der entscheidende Faktor
Der Jugend Eine Welt-Projektpartner betont, dass Schulbildung der
entscheidende Faktor ist, um Kinderarbeit zu bekämpfen. Das sieht
Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Heiserer genauso: „Sobald Kinder
lesen und schreiben lernen, können sie sich auch selbst über ihre
Rechte informieren und wissen so, dass Kinderarbeit oder Kinderheirat
in Indien verboten ist. Gleichzeitig gibt dir eine qualitätsvolle
Schulbildung auch die Chance später ein selbstbestimmtes Leben in
Würde zu führen“ , so Heiserer. „Ich bitte Sie daher: Unterstützen
Sie mit Ihrer Spende unsere wichtige Arbeit vor Ort und schenken Sie
den betroffenen Kindern Hoffnung.“

Weitere Infos: www.jugendeinewelt.at/kinderrechte

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