Korrektur zu OTS0095: FPÖ: „Linke Rufmordkampagne gegen Republikgründer Dinghofer ist nicht nur faktenwidrig, sondern auch heuchlerisch“

Wien (OTS) – „Die von linken Historikern, Meinungsmachern und den
anderen Parteien
betriebene Rufmordkampagne gegen den Republikgründer Dr. Franz
Dinghofer ist ein beispielloser Skandal und noch dazu vor allem auch
eines: heuchlerisch“, kritisierte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg.
Christian Hafenecker, MA im Vorfeld des Dinghofer-Symposiums. Denn
während mit abenteuerlichster Geschichtsfälschung versucht werde,
Dinghofer rabiaten Antisemitismus zu unterstellen und ihn posthum zu
vernichten, wird bei anderen „Baumeistern der Republik“
geflissentlich darüber hinweggesehen.

„Gerade die SPÖ, die besonders laut Franz Dinghofer beschimpft
und sogar ihre Jugendorganisation gegen das Dinghofer-Symposium auf
die Straße schickt, sollte den Antisemitismus nicht bei anderen,
sondern bei historischen Persönlichkeiten in ihren eigenen Reihen
suchen: Der erste Staatskanzler der Ersten Republik und erste
Bundespräsident der Zweiten Republik, der Sozialdemokrat Dr. Karl
Renner, war zum Beispiel bekennender Antisemit, befürwortete 1938 den
‚Anschluss‘ an Hitler-Deutschland und diente sich Stalin an –
trotzdem heißt die SPÖ-Parteiakademie nach wie vor Dr.-Karl-Renner-
Institut. Antisemitismus ist immer zu verurteilen, egal aus welcher
Richtung er kommt, und darf nicht für üble parteipolitische Agitation
missbraucht werden! Nicht zu vergessen ist auch Karl Marx, als dessen
Anhänger sich SPÖ-Chef Babler bezeichnet hat und dem weite Teile der
SPÖ anhängen: Seine trotz jüdischer Abstammung antisemitischen und
rassistischen Ausfälle könnten allein ein Buch füllen“, so
Hafenecker. Dinghofer hingegen habe sich 1903 in Linz für die
Religionsfreiheit der jüdischen Kultusgemeinde eingesetzt und 1928
Béla Kun, einen Kommunisten und Juden, nicht an Ungarn ausgeliefert,
was sogar zu seinem Rücktritt als Justizminister führte.

Besonders übel seien auch die Versuche, Franz Dinghofer
faktenwidrig als Nationalsozialisten zu framen. „Er wurde 1938 nach
dem ‚Anschluss‘ als OGH-Präsident vorzeitig abgesetzt. Sein
Familienbesitz – das Schöllergut in Linz – wurde durch
Nationalsozialisten enteignet, erst Jahrzehnte später wurde die
Familie dafür entschädigt. Dinghofer hat auch von keiner Arisierung
profitiert, sondern hat als Treuhänder im Einvernehmen mit jüdischen
Aktionären zur Rettung des Betriebs in der ‚Kamig-Affäre‘ gehandelt.
Seine vermeintliche NSDAP-Mitgliedschaft ist auch nicht belegt,
Unterlagen dazu weisen Widersprüche auf und sind ohne seine
Unterschrift“, erinnerte Hafenecker an die wissenschaftliche
Faktenlage. „Dinghofers NSDAP-Mitgliedschaft ist also nicht bewiesen
und er ist 1956 verstorben, bei so manchem ÖVP- und vor allem SPÖ-
Proponenten ist sie aber eindeutig nachgewiesen und trotzdem machten
sie in der Zweiten Republik bemerkenswerte Karrieren. Allein die
Namen der einstigen NSDAP-Mitglieder und späteren SPÖ-Minister Hans
Czettel, Erwin Frühbauer, Günter Haiden, Josef Moser, Johann
Öllinger, Otto Rösch oder Oskar Weihs sollten in der Löwelstraße noch
nicht vergessen sein, genauso wenig wie jene einiger Landeshauptleute
und vieler Nationalrats- und Landtagsabgeordneter! Anstatt daher aus
niederträchtigem, parteipolitischem Kalkül einem bedeutenden
Wegbereiter der Ersten Republik einen NS-Bezug anzudichten, sollten
die Genossen besser vor ihrer eigenen Türe kehren. Nach Hans Czettel
sind etwa nach wie vor Straßen und Wohnanlagen benannt, in
Niederösterreich vergibt die SPÖ sogar jährlich einen ‚Hans-Czettel-
Förderungspreis‘ – alles scheinbar kein Problem in der roten
Parallelwelt“, so der freiheitliche Generalsekretär.

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