Marlene Svazek: Sorgen ernstnehmen statt moralisieren!

Salzburg (OTS) – Das aktuelle Integrationsbarometer des
Österreichischen
Integrationsfonds (ÖIF) zeichnet ein deutliches Bild der Stimmung
innerhalb der Bevölkerung. Die Sorgen der Österreicherinnen und
Österreicher nehmen weiter zu, insbesondere in den Bereichen
Sicherheit, Zusammenleben und Integration. Für LH-Stellvertreterin
Marlene Svazek, in der Salzburger Landesregierung für Integration
zuständig, ist klar: „Diese Ergebnisse sind ein ernstzunehmender
Auftrag!“

Laut Barometer sorgen sich nämlich breite Teile der Bevölkerung
über die steigenden Lebenshaltungskosten, ein sinkendes
Sicherheitsgefühl sowie über das Funktionieren von Integration und
Zusammenleben. Knapp die Hälfte der Befragten gibt dabei an, dass
sich ihr persönliches Sicherheitsgefühl im Vergleich zum Vorjahr
verschlechtert habe: „Der negative Trend will nicht abreißen und wird
allmählich zum Allgemeinzustand“, so Svazek und führt aus: „Wenn sich
fast jede zweite Person weniger sicher fühlt, dann ist das keine
subjektive Empfindung mehr, sondern ein gesellschaftliches
Warnsignal“, bekräftigt die Freiheitliche.

Strukturelle Integrationsprobleme

Besonders deutlich fällt das Stimmungsbild im Bereich Zuwanderung
und Integration aus. Eine klare Mehrheit der Befragten ist der
Meinung, dass Österreich den Zuzug von Flüchtlingen und sog.
Asylsuchenden nur schlecht bewältigen kann. Auch die Integration
selbst wird von rund drei Viertel der Bevölkerung als eher oder sehr
schlecht funktionierend beurteilt. Als größte Herausforderungen
werden unter anderem der politische Islam, Radikalisierung, mangelnde
Deutschkenntnisse, ein problematisches Frauenbild sowie der
Missbrauch sozialer Leistungen genannt.

Salzburg erledigt Hausaufgaben

In Salzburg wurden daher gezielt strengere und verbindlichere
Regeln im eigenen Wirkungsbereich etabliert. Dazu zählen ein
konsequenter Vollzug der Kriterien des Zusammenlebens, eine
Schubumkehr des Förderwesens sowie eine Reduktion der Asylplätze für
das kommende Jahr 2026: „Ein funktionierendes Integrationssystem
braucht klare Spielregeln und Effizienz. In Salzburg haben wir die
Naivität abgelegt und setzen auf Konsequenz“, betont Svazek.
Integration müsse immer mit Eigenleistung verbunden sein. Der
Schlüssel dafür kann nur der Arbeitsmarkt sein: „Unentschuldigtes
Fernbleiben von Deutschkursen wird in Salzburg streng sanktioniert,
weil unsere Sprache nunmal die Grundvoraussetzung für Beschäftigung
ist“, so Svazek. Auf die Frage, ob man in Salzburg nicht zu streng
sei, entgegnet die Freiheitliche, dass gerade Berichte wie der
Integrationsbarometer die Freiheitliche Politik bestätigen würden.

Klare Mehrheiten für klare Regeln

Das Integrationsbarometer zeigt zudem breite Mehrheiten für
konkrete integrationspolitische Maßnahmen:

-Sanktionen bei unbegründetem Abbruch von Integrationskursen (86%
)

-Integrationskurse vor dem Bezug voller Sozialleistungen (81%)

-stärkere Kontrollen gegen Sozialmissbrauch (81%)

-ein Kopftuchverbot für Kinder (73%)

-eine Obergrenze bei Asylanträgen (70%)

-sowie Einschränkungen beim Familiennachzug (68%)

„Diese Ergebnisse zeigen klar, dass sich die Menschen die
Verbindlichkeit, die wir in Salzburg bereits an den Tag legen, für
ganz Österreich fordern“, so Svazek abschließend.

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