Wien (OTS) – Wer sich impfen lassen will, muss bisher einen Umweg
nehmen, der
niemandem einleuchtet: Impfstoff in der Apotheke abholen, kühl
lagern, Arzttermin vereinbaren, nochmal hin. Das kostet Zeit, Nerven
und hält im schlimmsten Fall Menschen davon ab, sich überhaupt impfen
zu lassen. „Als Apothekerin sehe ich täglich, wie viele an genau
dieser Hürde scheitern.“, so Jing Hu, Gesundheitssprecherin der NEOS
Wien.
Einfacher Zugang erhöht Durchimpfungsrate
Mit der Reform der Bundesregierung können Impfungen künftig
direkt in der Apotheke durchgeführt werden. Der Weg über den
Arzttermin entfällt, Impfen wird einfacher und schneller möglich.
„Apotheken sind die niederschwelligsten Gesundheitseinrichtungen,
die wir haben. Sie sind in jedem Grätzl, haben lange Öffnungszeiten
und brauchen keine Terminvereinbarung. Dass wir dieses Potenzial
endlich nutzen, ist ein echter Fortschritt“, so Hu.
In vielen europäischen Ländern ist das Impfen in Apotheken längst
Alltag – jetzt zieht Österreich nach. Gerade in einer Großstadt wie
Wien schafft die Reform eine spürbare Entlastung für Patientinnen und
Patienten und für das Gesundheitssystem und kann gleichzeitig die
Durchimpfungsrate deutlich erhöhen.
Pinke Handschrift in der Gesundheitspolitik
„Gute Gesundheitspolitik macht den Zugang einfacher, nicht
komplizierter. Diese Reform trägt eine klare pinke Handschrift und
zeigt, was möglich ist, wenn man Versorgung vom Alltag der Menschen
her denkt“, schließt Hu.