St. Pölten (OTS) – Der heute, Freitag, präsentierte Österreichische
Infrastrukturreport
2026 der Initiative Future Business Austria liefert klare Forderungen
und Einschätzungen der heimischen Manager zum Standort Österreich und
seiner Infrastruktur. Besonders hervorgehoben wird dabei die starke
Entwicklung der Infrastruktur in Niederösterreich. 70 Prozent der
bundesweit befragten Manager bewerten den Ausbau der
niederösterreichischen Infrastruktur als „sehr gut“ oder „eher gut“.
Ein Vergleich mit früheren Jahren macht die Dynamik deutlich: 2023
lag dieser Wert bei 56 Prozent.
„In den letzten Jahren haben wir Infrastrukturprojekte im Bereich
Straße und Schiene konsequent vorangetrieben und gezielte Maßnahmen
für die Verbesserung regionaler Verkehrsverbindungen gesetzt. Umso
erfreulicher, dass Österreichs Führungskräfte diesen Einsatz nun so
positiv bewerten. Niederösterreich verzeichnet die stärkste
Entwicklung aller Bundesländer“, betont LH-Stellvertreter und
Verkehrslandesrat Udo Landbauer.
Die Erhebung für den Österreichischen Infrastrukturreport 2026
macht deutlich, dass die Zufriedenheit mit den Leistungen der ÖBB
spürbar abgenommen hat. Besonders kritisch wird die Pünktlichkeit
bewertet – 37 Prozent der befragten Führungskräfte sehen hier eine
klare Verschlechterung in jüngster Zeit. „Die Ergebnisse zeigen: Die
ÖBB muss ihre Servicequalität verbessern. Was nützt die beste
Schieneninfrastruktur, wenn Fahrgäste mit Verspätungen, ausgefallenen
Verbindungen und einem unzuverlässigen Fahrplan kämpfen müssen und
oftmals die Information fehlt“, so Landbauer.
Angesichts der sparmaßnahmenbedingten Verschiebung von Schienen-
und Straßenprojekten fordern 83 Prozent der Manager, dass der Bund
die Länder künftig stärker einbindet, um
Verkehrsinfrastrukturprojekte besser an regionalen Bedürfnissen
auszurichten. 89 Prozent wünschen sich explizit eine Beschleunigung
des Ausbaus von Schienennetzen, insbesondere S-Bahn-Netze und
Regionalverkehr. Priorität schreiben die heimischen Führungskräfte
dem Ausbau der Nordwestbahn (62 Prozent) und der Laaer Ostbahn (42
Prozent) sowie dem Streckenausbau auf der Nordbahn (50 Prozent) zu.
Im Bereich der Straße sind die Projekte Marchfeldschnellstraße S8 (44
Prozent) und das Umfahrungsprojekt „B260 Umfahrung Airport Region“ (
40 Prozent) für die befragten Manager von Relevanz. „Der öffentliche
Verkehr muss bestmöglich an die Bedürfnisse der Menschen angepasst
sein. In Niederösterreich gehen wir einen geradlinigen Weg, vom
motorisierten Individualverkehr und der dafür notwendigen
Straßeninfrastruktur bis hin zur Stärkung des regionalen Bahnausbaus.
Im Mittelpunkt stehen immer unsere Landsleute. Mobilität muss dort
ankommen, wo sie wirklich gebraucht wird“, betont Landbauer.
Mehr dazu online auf www.infrastrukturreport.at
Weitere Informationen bei Alexander Murlasits, Leitung Presse und
Öffentlichkeitsarbeit, Büro LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Telefon
0676/81213742, E-Mail [email protected]