Wien (OTS) – Die aktuellen Zahlen von Statistik Austria zur
Verschuldung von Bund,
Ländern und Gemeinden für das Jahr 2025 zeichnen ein klares Bild:
Während die Bundesländer ohne Wien ihr Defizit von 0,5 auf 0,4
Prozent des BIP senken konnten und in Summe bei rund 2,3 Milliarden
Euro liegen, steigt der Abgang der Gemeinden weiter auf 3,3
Milliarden Euro. Wien fällt dabei besonders ins Gewicht: Mit einem
Defizit von rund 2,4 Milliarden Euro liegt die Bundeshauptstadt
allein über dem gesamten Defizit aller anderen acht Bundesländer –
und erreicht damit die höchste Verschuldung in ihrer Geschichte.
ÖVP Wien Landesparteiobmann Markus Figl sieht darin eine massive
Schieflage: „Wien ist längst nicht mehr nur Teil der Entwicklung,
sondern der zentrale Treiber der Verschuldung. Eine Stadt mit rund 22
Prozent der Bevölkerung verursacht rund 43 Prozent des gesamten
Defizits von Ländern und Gemeinden – das ist ein klarer Ausreißer
nach oben.“
Für Figl ist die Entwicklung ein deutliches Warnsignal: „Während
andere Bundesländer ihre Budgets konsolidieren, driftet Wien unter
SPÖ und Neos immer weiter in Richtung Schuldenrekord. Diese Zahlen
zeigen, dass die Stadt keine Einnahmen, sondern ein massives
Ausgabenproblem hat. Es braucht jetzt strukturelle Reformen, eine
klare Prioritätensetzung und eine konsequente Ausgabendisziplin, um
die finanzielle Handlungsfähigkeit langfristig abzusichern. Ohne
grundlegende Reformen bei der leistungsfeindlichen Mindestsicherung
und Einsparungen bei der unnötig aufgeblasenen Verwaltung droht Wien
weiter an Spielraum zu verlieren.“
Auch der Blick nach vorne ist aus Sicht der ÖVP alarmierend: Laut
Stabilitätspakt wären für heuer rund 1,3 Milliarden Euro
Neuverschuldung zulässig, der aktuelle Voranschlag der Stadt Wien
sieht jedoch eine Neuverschuldung von rund 2,6 Milliarden Euro vor.
„Die SPÖ-Neos Stadtregierung in Wien liegt damit deutlich über den
vereinbarten Grenzen. Wer heute so wirtschaftet, verschiebt die
Probleme auf morgen – auf Kosten der nächsten Generation“, so Figl.