Sima/Reiter/Lessacher/Pipal-Leixner: Innere Mahü – Farbliche Markierung für Entflechtung von Rad- und Fußgängerströmen

Wien (OTS) – Große bunte blaue Kreise, gelbe
Fußgänger*innenpikogramme und die
Schriftzüge „LANGSAM FAHREN“ werben künftig in der inneren
Mariahilfer Straße für mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme bei der U-
Bahnbaustellen-bedingten Engstelle zwischen Kirchengasse und
Zollergasse. Ziel ist es, für ein besseres Miteinander zwischen
Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu sorgen und die beiden Ströme
zu entflechten. „Derzeit gibt es zu viel Durcheinander auf diesem
sehr intensiv genutztem Abschnitt. Bedingt durch die U-Bahnbaustelle
gibt es eine lange Engstelle und das führt zu mehr Konflikten. Dem
tragen wir nun Rechnung, indem wir den ganzen Bereich farblich
markieren und Radler*innen und Fußgänger*innen Orientierung geben“,
so Sima, die daran erinnert, dass in der Fußgängerzone
Schrittgeschwindigkeit, also maximal 5 km/h gelten. „Die Markierung
macht deutlich: Achtung, hier muss Rücksicht genommen werden!“, so
Sima. „Ein Fahrverbot für Radler*innen ist derzeit auf der
Mariahilfer Straße nicht angedacht, da es sich hier um eine wichtige
Radweg-Verbindung handelt. Aber wir fordern mehr Rücksichtnahme: ein
Durchrasen zwischen Fußgänger*innen ist NICHT akzeptabel. Fußgänger*
innen sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und haben absolute
Priorität im Straßenverkehr. Wenn notwendig, werden wir auf der
Mariahilfer Straße auch noch weitere Maßnahmen zur Regulierung der
Verkehrsströme setzen!“ Die Stadt wird zudem die Polizei ersuchen,
die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen von Schwerpunkt-Aktionen
regelmäßig zu kontrollieren.

Die Situation werde sich laut Sima außerdem zusätzlich
verbessern, sobald ab Herbst 2026 das Fahrverbot für E-Mopeds auf
Radwegen und in Fußgängerzonen gilt, da diese oft viel zu schnell
kreuz und quer unterwegs sind. Die Markierungsarbeiten in der
Mariahilfer Straße laufen und werden je nach Witterung rasch
abgeschlossen.

„Ein Radfahrverbot wäre der völlig falsche Weg – wir brauchen
sichere Wege für Kinder und Familien, die mit dem Rad in die Schule
oder zu Freizeitaktivitäten fahren. Daher begrüße ich diese neue
Initiative sehr. Gemeinsam mit der Mobilitätsagentur und der Polizei
setzen wir auf Aufklärung und sichtbare Maßnahmen, damit Radfahrer*
innen und Fußgänger*innen noch besser aufeinander Rücksicht nehmen.
Es geht nicht um Verbote, sondern um ein sicheres, respektvolles
Miteinander – gerade auch an den Engstellen durch den U-Bahn-Bau. So
bleibt die Mariahilfer Straße lebendig, sicher und gut nutzbar für
alle“, sagt der Bezirksvorsteher von Neubau Markus Reiter.

„Der Bezirk Mariahilf hat einen Antrag im Bezirksparlament
beschlossen, um die Regeln für Radfahrer in der Fußgängerzone zu
überprüfen“, betont die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin von
Mariahilf Julia Lessacher und stellt fest: „Die Sicherheit der
Fußgänger*innen ist uns ein zentrales Anliegen. Ich freue mich, dass
nun erste Schritte für mehr Rücksichtnahme umgesetzt wurden. Die
farblichen Markierungen sind ein wichtiger Ansatz, um die
verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen besser zu leiten und Konflikte
zu reduzieren. Wir werden die Entwicklung aufmerksam begleiten und
hoffen auf ein verbessertes Miteinander auf der Mariahilfer Straße.“

Ziel ist es, die Fußgänger*innen- und Radler*innen-Ströme anhand
der farblichen Markierungen zu lenken und damit zu entflechten: Die
blaue Markierung führt direkt an der Baustelle entlang und richtet
sich an die Radler*innen, die gelbe Markierung auf Seiten der
Geschäftslokale an Zufußgehende. Daher werden große Fußgänger*innen
Piktogramme in gelb zu Beginn und zum Ende der Engstelle aufgebracht.
Ebenso der Schriftzug „LANGSAM FAHREN“ blau hinterlegt verbunden mit
Radpiktogrammen. Auch die Betonleitplanken der Baustellenabsperrung
werden komplett blau eingefärbt und mit dem Schriftzug zu „LANGSAM
FAHREN“ versehen.

Rad- und Fußgänger*innenpiktogramme verdeutlichen, dass es sich
hier um gemeinsamen Verkehrsraum handelt. Die Betonleitplanken
zwischen den Bäumen entlang der Geschäfte wurden entfernt, um mehr
Platz für Fußgänger*innen zu schaffen. Am Asphalt wurden große,
lichtblaue Punkte entlang der Baustellenabsperrung aufgebracht. Sie
sollen Radler*innen signalisieren, hier noch achtsamer und langsamer
zu fahren. Grundsätzlich gilt in Fußgänger*innen Zonen
Schrittgeschwindigkeit bzw. ein Tempolimit von 5 km/h, an das sich
alle Radler*innen, E-Scooter und E-Moped-Fahrer*innen zu halten
haben.

„Ein Radfahrverbot kommt für uns nicht infrage. Wir begrüßen
daher diese einfache und pragmatische Lösung, um den Fuß- und
Radverkehr zu entflechten. Gerade jetzt im dichten Weihnachtsshopping
wünschen wir uns alle, auf mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme zu
setzen – denn kluge Planung ist besser als Verbote“, NEOS Wien
Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.

Fahrverbot für E-Mopeds auf Radwegen und Fußgängerzonen bringt
weitere Verbesserung

Mobilitätsstadträtin Sima erinnert außerdem daran, dass mit
nächstem Herbst endlich das Fahrverbot für die sogenannten E-Mopeds
auf Radwegen und in Fußgänger*innenzonen in Kraft tritt, für das sich
die Stadt Wien lange eingesetzt hat. „Diese schweren und viel zu
schnellen Fahrzeuge stellen ein besonderes Ärgernis und
Sicherheitsrisiko dar – mit dem Verbot für E-Mopeds auf Radwegen und
in Fußgängerzonen wird sich die Situation auf der Mariahilfer Straße
auch noch einmal deutlich verbessern“, so Sima. Sie appelliert an
alle, sich an die Regeln zu halten und aufeinander Rücksicht zu
nehmen.

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/

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