Wien (OTS) – Der 15. Basisausbildungslehrgang der Wiener
Einsatzgruppe
Alarmabteilung (WEGA) wurde am 26. November 2025 ausgemustert. Die
Ausbildung gliedert sich in eine sechsmonatige Basis- und
dreimonatige Praxisausbildung.
„Die WEGA ist in Wien rund um die Uhr im Streifendienst unterwegs
und in wenigen Minuten bei gefährlichen Einsätzen vor Ort. Dieses
bewährte Erfolgsmodell wurde mit der Einführung der Schnellen
Interventionsgruppen auch in allen anderen Bundesländern übernommen.
Ziel dieser Maßnahmen ist die größtmögliche Sicherheit für unsere
Bevölkerung“, sagte Innenminister Gerhard Karner.
81 Bewerbungen gab es für den Basisausbildungslehrgang, wobei 17
Polizisten am 1. April 2025 aufgenommen wurden. Ein Polizist schied
verletzungsbedingt aus der Ausbildung aus. Die Beamten vertieften in
ihrer Ausbildung unter anderem ihre Kenntnisse in der Bereichen
Einsatztaktik, Einsatztechnik und Schießen.
Zwtl.: Aufgaben der Sondereinheit WEGA
Hauptaufgabe der WEGA ist die Unterstützung bei Einsätzen mit
erhöhtem Gefährdungspotenzial und die schnelle Intervention bei
besonderen Einsatzlagen. Die WEGA ist außerdem für die bundesweite
Aus- und Fortbildung im Bereich des Großen Sicherheitspolizeilichen
Ordnungsdienst (GSOD) verantwortlich, durch den die Sicherheit bei
Versammlungen, Demonstrationen, Fußballspielen und anderen
Großereignissen sichergestellt wird.
„ Höchste Professionalität, Entschlossenheit und Verlässlichkeit
– diese Eigenschaften zeichnen die WEGA aus. Die Beamten der
Sondereinheit unterstützen die Polizistinnen und Polizisten im
Streifendienst Tag und Nacht – zumeist in gefährlichen Situationen,
die eine spezielle Ausbildung und eine außergewöhnliche
Stressbelastbarkeit erfordern. Mit den nun ausgemusterten 16 Kollegen
erhält die Einheit wertvolle Verstärkung. Sie haben in den
vergangenen Monaten bewiesen, dass sie die hohen Anforderungen
erfüllen und bereit sind, Verantwortung in kritischen Einsatzlagen zu
übernehmen“, sagt Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan.
Zwtl.: WEGA diente als Vorbild für Schnelle Interventionsgruppen
in den Bundesländern
Nach dem Terroranschlag am 2. November 2020 wurden im gesamten
Bundesgebiet – mit Ausnahme Wiens – Schnelle Reaktionskräfte (SRK)
eingerichtet und orientieren sich in Ausbildung und Struktur am
bewährten Wiener Modell der Sondereinheit WEGA und der
Bereitschaftseinheit Wien. Ziel war es, auf neue Bedrohungslagen
rasch und koordiniert reagieren zu können.
Die Schnellen Reaktionskräfte (SRK) gliedern sich in zwei Säulen:
in die Schnellen Interventionsgruppen (SIG) und in die
Bereitschaftseinheiten (BE).
Die Hauptaufgaben der Schnellen Reaktionskräfte sind die
bundesweite Unterstützung bei Einsätzen mit erhöhtem
Gefährdungspotenzial und die rasche Intervention bei Einsatzlagen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind die einheitliche professionelle
Ausbildung und Ausrüstung sowie standardisierten Einsatzabläufe.
Seit der Einführung 2021 bis August 2025 wurden knapp 45.000 SIG-
Einsätze registriert, mehr als 8.800 Personen festgenommen und knapp
335.000 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Die
Bereitschaftseinheiten unterstützen Tag für Tag bei
bezirksübergreifenden Streifendiensten, großen Versammlungen und
Demonstrationen sowie Schwerpunktkontrollen im öffentlichen Raum.