SPÖ-Laimer: „Europa muss an den Verhandlungstisch und für eine nachhaltige Friedenslösung eintreten“

Wien (OTS) – In der heutigen Aktuellen Europastunde brachte
SPÖ-Wehrsprecher
Robert Laimer klar auf den Punkt, dass Europa sich nicht in einer
militärischen Logik erschöpfen dürfe. „Wer Europa ausschließlich über
Waffenbestände, Sanktionen und Drohkulissen definiert, stellt unsere
Gründungsidee auf den Kopf. Nachkriegseuropa entstand nicht aus
Stärke des Militärs, sondern aus Stärke des Gemeinsamen“, so Laimer.
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Mit Blick auf die anhaltenden Verhandlungen zwischen Washington,
Moskau und Kiew warnte Laimer vor politischer Müdigkeit und
wachsender Gleichgültigkeit. Europa dürfe nicht zusehen, „wie andere
die Zukunft des Kontinents verhandeln, während wir applaudieren oder
erschöpft wegsehen“. Jetzt brauche es ein Europa, das wieder
vermittle – glaubwürdig, konsequent und ohne Angst, Frieden als Ziel
zu formulieren.

Für den SPÖ-Abgeordneten ist klar: Diplomatie und das Ringen um
Frieden ist kein Zeichen von Schwäche – es ist die Königsdisziplin
staatlicher Würde. „Das Eintreten für einen Frieden ist Vorsorge für
die Zeit danach und kein Rückzug. Wenn dieser Krieg endet – und er
wird enden – wird entscheidend sein, ob Europa Räume geschaffen hat,
in denen das Danach vorbereitet statt improvisiert wird. Die Ukraine
verdient mehr als Durchhalteparolen, sie verdient eine verlässliche
Nachkriegsordnung, die Bestand hat“, so Laimer. (Schluss) mf

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