Wien (OTS) – Erst vor wenigen Tagen wurde der Bericht der
Wehrdienst-Kommission
vorgestellt. Es war am “Tag der Wehrpflicht”, der jährlich am 20.
Jänner an die Volksbefragung aus dem Jahr 2013 erinnert. Damals haben
sich knapp 60 % der Bevölkerung für eine Beibehaltung der Wehrpflicht
und gegen ein Berufsheer ausgesprochen.
Die Plattform Wehrhaftes Österreich hat immer darauf hingewiesen,
dass Wehrpflicht mehr ist als der Grundwehrdienst. Sie umfasst auch
die Milizverwendung mit regelmäßigen Übungen – wie es in der
Bundesverfassung festgelegt ist.
Deshalb unterstützt der Dachverband die Empfehlung der
Kommission, die der Bundesregierung aus sicherheitspolitischen
Gründen eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate und
anschließend verpflichtende Übungen im Ausmaß von zwei Monaten
angeraten hat. Damit sollen die Fähigkeiten der Soldaten gesteigert
und dadurch die Einsatzbereitschaft des Bundesheers und der Schutz
Österreichs sichergestellt werden.
Uns hat die heutige Ankündigung von Bundeskanzler Stocker über
eine Volksbefragung überrascht, weil die Expertenkommission ja
bereits einen breiten Konsens erzielt hat und die Empfehlungen
eindeutig sind. Aber ich vertraue auf die Vernunft der Bevölkerung ,
sagt Brigadier Erich Cibulka, Vorsitzender der Plattform Wehrhaftes
Österreich.
Der Dachverband mit seinen österreichweit ca. 250.000 Mitgliedern
wird sich daher intensiv für eine Zustimmung zum Modell “Österreich
Plus” einsetzen.