Wien (OTS) – Trotz wirtschaftlich unsicherer Lage und geopolitischer
Herausforderungen zeigt die aktuelle Konjunkturprognose des
Wirtschafts- und Forschungsinstituts (WIFO) vom April, dass Wien
entschlossen in die Zukunft blicken kann. Auch die Rückschau
verdeutlicht, dass Wien als einziges Bundesland in den vergangenen
Jahren durchgehendes Wirtschaftswachstum verzeichnete und damit als
Wirtschaftsstandort weiterhin reüssiert.
Barbara Novak, Wiener Vizebürgermeisterin und
Wirtschaftsstadträtin, sieht angesichts der aktuellen Prognose den
Wiener Weg bestätigt und betont: „Wir investieren aktiv in
Zukunftstechnologien und sorgen damit langfristig für die
wirtschaftliche Resilienz unserer Stadt. Mit einer
Wirtschaftsleistung von rund 130 Milliarden Euro, das entspricht
einem Viertel der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung, sind
wir darüber hinaus der Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor
Österreichs.“
Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck: „Der
Wirtschaftsstandort Wien entwickelt sich einmal mehr
überdurchschnittlich. Es ist uns gelungen, seine Heterogenität zu
stärken. Die Vielfalt der Branchen und Unternehmensgrößen in Wien
macht uns resilienter und lässt uns auch schwierige Konjunkturphasen
besser bewältigen. Zudem sind die Wiener Unternehmen innovativ und
flexibel. Wien ist ein ausgezeichneter Platz für
Wirtschaftstreibende. Das zeigt auch der neue Höchststand bei
Unternehmensgründungen.“
In den WIFO-Daten zeigt sich, dass Wien 2026 im Vergleich zu den
anderen Bundesländern weiterhin rascher expandieren wird und damit
erneut als Bundeshauptstadt den gesamtösterreichischen
Wirtschaftsmotor am Laufen hält:
1. Die unselbständig aktive Beschäftigung sollte um 0,9% zulegen
2. die Bruttowertschöpfung um 1,2% zulegen
3. Die Arbeitslosenquote wird geringfügig (auf 11,8%) zurückgehen
Trotz Schwankungen zeichnet sich die Stadt durch erhöhte
Resilienz gegenüber weltwirtschaftlichen Verwerfungen aus, dies zeige
sich unter anderem im deutlich höheren Beschäftigungswachstum im
Vergleich zu den Bundesländern, so die WIFO-Studie. Aktuelle AMS-
Zahlen zeigen darüber hinaus, dass im März mit einem Rekordwert von
938.000 Beschäftigten ein Plus von 0,9% verzeichnet werden konnte,
der Österreichschnitt liegt bei 0,5 Prozent. Auch die
Arbeitslosigkeit verzeichnete aktuellen Zahlen vom März zufolge ein
Minus von -0,4 Prozent. Der Österreichschnitt liegt laut AMS bei +0,9
%. Die WIFO-Studie prognostiziert für 2026 ein Sinken der
Arbeitslosenquote um 0,2%.
Die höhere Resilienz zeigt sich ebenso in einer vergleichsweise
höheren Bruttowertschöpfung von prognostizierten +1,2 Prozent, dieser
liegt im österreichischen Durchschnitt bei 1,0 Prozent, laut WIFO.
Einen historischen Höchstwert ist auch bei den
Unternehmensneugründungen 2025 zu verzeichnen: So wurden in der
Bundeshauptstadt 10.995 neue Unternehmen gegründet, ein Aufwärtstrend
der seit 2024 mit erstmals 10.072 Neugründungen auch 2025 fortgesetzt
wurde.