Wien (OTS) – „Die gesetzliche Verankerung der
Industriestromabsicherung für die
Jahre 2027 bis 2029 ist ein wichtiges Signal für den Wirtschafts- und
Industriestandort Österreich“, so Jochen Danninger, Generalsekretär
der Wirtschaftskammer Österreich, zu den heutigen Beschlüssen im
Ministerrat. Sowohl die Strompreiskompensation (SAG) als auch der
angekündigte Industriestrompreis müssen künftig budgetär abgesichert
werden, um Planbarkeit für die Betriebe zu schaffen. „Gerade für
energieintensive Unternehmen sind wettbewerbsfähige Energiepreise ein
zentraler Faktor für Investitionen, Wertschöpfung und Beschäftigung
am Standort“, so Danninger.
Entscheidend ist zudem die angekündigte budgetäre Flexibilität
der Maßnahmen. „Die Mittel müssen bedarfsorientiert eingesetzt werden
können, damit das vorgesehene Gesamtbudget auch tatsächlich wirksam
genutzt werden kann“, betont Danninger. Wesentlich ist außerdem, dass
die Strompreiskompensation in den Jahren 2027 bis 2029 fortgesetzt
und auf weitere Sektoren ausgeweitet wird. „Die
Strompreiskompensation ist ein zentrales Instrument zur Entlastung
energieintensiver produzierender Betriebe und zur Absicherung der
internationalen Wettbewerbsfähigkeit“, so Danninger.
Beim Industriestrompreis ist der Handlungsdruck groß.
„Deutschland hat bereits eine Genehmigung der EU-Kommission erhalten.
Umso wichtiger ist jetzt eine rasche und praxistaugliche
Ausgestaltung des österreichischen Modells. Unternehmen brauchen
klare und verlässliche Rahmenbedingungen“, betont Danninger.
Auch Unternehmen werden bei Energiekrisen berücksichtigt
Mit dem angekündigten Energiepreiskrisenmechanismus werden
erstmals Maßnahmen für den Fall stark steigender Energiepreise
vorgesehen. Dabei werden auch Unternehmen berücksichtigt. „Für eine
effektive Inflationsbekämpfung müssen auch die Betriebe mitgedacht
werden“, betont Danninger. Besonders wichtig ist dabei eine einfache
und rasche Abwicklung. „Für Unternehmen ist es essenziell, dass
mögliche Unterstützungen antragslos erfolgen. Gerade in Krisenzeiten
braucht es unbürokratische und verlässliche Lösungen“, so Danninger
abschließend. (PWK241/NIS)