Frauen an die Macht: Revolution in Österreichs Chefetagen!

Der Weltfrauentag als Weckruf

Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert, ein Datum, das nicht nur die Errungenschaften von Frauen würdigt, sondern auch die noch bestehenden Herausforderungen beleuchtet. In Österreich ist dieser Tag 2026 ein Weckruf: Frauen müssen endlich in die Führungsetagen der Nation, und das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) hat sich dieser Mission angenommen.

Eine neue Ära: Die Women Leadership Alliance

Im Jahr 2025 gründete das WdF die Women Leadership Alliance (WLA), ein Netzwerk, das sich der Förderung von Frauen in Führungsetagen widmet. Mit dem Ziel, Frauen in wirtschaftliche Schlüsselrollen zu bringen, bietet die WLA eine Plattform zur strategischen Positionierung und Stärkung von Frauen in der Industrie.

„Give to Gain“ lautet das Motto dieses Weltfrauentages. Es geht um Zusammenarbeit, Chancen, Unterstützung für Frauen, Bildung, Training und Mentoring. Diese Themen sind das Herzstück der WLA-Initiativen.

Das WLA-Programm: Ein Blick hinter die Kulissen

  • Frauen-Mentoring-Programm: Ein maßgeschneidertes Programm, das erfahrene Führungskräfte mit aufstrebenden Talenten verbindet, um Wissen und Erfahrung zu teilen.
  • Exklusives Female Leaders Programm: In Zusammenarbeit mit der WU Executive Academy bietet dieses Programm intensive Trainings und Networking-Möglichkeiten.
  • Male Allies als USP: Die Unterstützung von männlichen Kollegen ist entscheidend. Das WLA betont die gemeinsame Anstrengung, um echte Veränderungen zu bewirken.
  • WdF-Einkommensstudie: Seit 45 Jahren analysiert diese Studie das Gender Pay Gap und liefert wertvolle Einblicke in die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen.

Wajden Byloff: Frauen sind besser ausgebildet!

Wajden Byloff, die Initiatorin und Vorsitzende der WLA, betont: „Es liegt nicht an mangelnder Ausbildung. Frauen sind im Durchschnitt besser ausgebildet als Männer.“ Doch sie weist darauf hin, dass Frauen oft auf die falschen Ausbildungen setzen, insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), die traditionell männerdominiert sind.

Diese Aussage wirft ein Licht auf die strukturellen Probleme, die Frauen daran hindern, die Karriereleiter zu erklimmen. Die WdF-Einkommensstudie zeigt, dass nicht individuelle Leistungen, sondern strukturelle Rahmenbedingungen die Karriere- und Einkommensrealität weiblicher Führungskräfte bestimmen.

Roman Teichert: Vielfalt als Erfolgsfaktor

Roman Teichert, der Bundesvorsitzende des WdF, warnt: „Unternehmen verzichten auf wertvolle Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie Frauen in Führungspositionen nicht konsequent fördern.“ Vielfalt sei kein Luxus, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für Innovation, Resilienz und nachhaltiges Wachstum.

Der Wirtschaftsstandort Österreich kann durch eine stärkere Nutzung des Potenzials weiblicher Führungskräfte gestärkt werden. Doch es braucht mehr als gute Absichten: Unternehmen müssen aktiv werden und die Voraussetzungen für Frauen in Führung schaffen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Felix Josef von Triconsult hat für die WdF-Einkommensstudie 598 Führungskräfte befragt, darunter knapp 100 Frauen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Während das durchschnittliche Jahreseinkommen der ersten Führungsebene im vierten Jahr in Folge real gesunken ist, zeigen sich besonders relevante strukturelle Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

  • Teilzeitbeschäftigung: Frauen, die in Teilzeit arbeiten, erleben einen Einkommensrückgang von nahezu 50 Prozent.
  • Hohe Mobilität: Führungskräfte mit mehr als 80 Reisetagen pro Jahr verdienen nahezu doppelt so viel wie jene mit geringerer Mobilität.

Wolfgang Hammerer: Frauen strategisch fördern

Wolfgang Hammerer, der Bundesgeschäftsführer des WdF, fordert: „Die heimischen Unternehmen sollten die Führungskompetenz der Frauen umfassender nutzen.“ Studien belegen, dass gemischte Führungsteams schlagkräftiger sind und einen vorteilhaften Impakt auf die Unternehmen haben.

Doch es ist nicht nur die Verantwortung der Unternehmen. Die Politik muss ebenfalls handeln und frauenfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen. Ohne diese Unterstützung bleiben viele Initiativen nur Lippenbekenntnisse.

Ein Blick in die Zukunft: Was muss passieren?

Die Zukunft der Frauen in Führungspositionen hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst müssen Unternehmen ihre Einstellung zur Diversität ändern. Es reicht nicht, Diversität als Teil der Employer-Branding-Strategie zu betrachten. Sie muss in der Unternehmenskultur verankert sein.

Gleichzeitig muss die Ausbildung von Frauen in den MINT-Fächern gefördert werden, um die Geschlechterkluft in diesen Bereichen zu schließen. Die Unterstützung durch männliche Kollegen, sogenannte „Male Allies“, ist ebenfalls entscheidend, um eine integrative Arbeitsumgebung zu schaffen.

Die Politik spielt eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Rahmenbedingungen, die Frauen den Aufstieg in Führungspositionen erleichtern. Dies kann durch Gesetze zur Lohngleichheit, flexible Arbeitszeiten und Elternzeitregelungen erreicht werden.

Die WLA und das WdF sind Vorreiter in diesen Bemühungen, aber der Weg ist noch lang. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um die Weichen für eine gleichberechtigte Zukunft zu stellen.

Bleiben Sie dran, um zu erfahren, wie sich diese Entwicklungen auf die österreichische Wirtschaft auswirken werden und welche weiteren Schritte notwendig sind, um echte Gleichberechtigung in den Chefetagen zu erreichen.

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