Wien (OTS) – Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes
Österreichs
(PVÖ), fordert anlässlich des Equal Pension Day 2025 rasche, gezielte
Maßnahmen zur Beseitigung der Pensionslücke zwischen Männern und
Frauen. Laut Gerstorfer ist der Equal Pension Day, der heuer auf den
7. August fällt, ein deutliches Zeichen für die anhaltende
Ungleichheit: Am Equal Pension Day haben Männer bereits so viel
Pension erhalten, wie Frauen erst bis Ende des Jahres bekommen
werden. „Insgesamt bekommen Frauen durchschnittlich um 40 Prozent
weniger Pension als Männer. Diese strukturelle Benachteiligung ist
weder gesellschaftlich noch politisch akzeptabel.“
„Ausgleichszulage endlich über Armutsgrenze anheben“
Als erste Frau an der Spitze des PVÖ macht Gerstorfer deutlich,
dass die Bekämpfung von Altersarmut, insbesondere bei Frauen, oberste
Priorität hat: „Viele ältere Frauen wissen nicht mehr, wie sie ihre
Wohnung bezahlen können, warmes Essen ist keine
Selbstverständlichkeit mehr. Frauen dürfen keine Angst vor dem
Älterwerden haben müssen.“ Die Präsidentin verweist darauf, dass
circa 30 Prozent der alleinlebenden Frauen armutsgefährdet sind und
die Ausgleichszulage („Mindestpension“) auch 2025 rund 150 Euro unter
der Armutsgrenze liegt – eine Situation, die sie als nicht tragbar
bezeichnet. „Die Ausgleichszulage muss endlich über die Armutsgrenze
gehoben werden“, fordert Gerstorfer.
„Mangelhafte Bewertung von Kindererziehungszeiten“
Als zentrale Ursache für die niedrigen Frauenpensionen nennt die
PVÖ-Präsidentin die mangelhafte Bewertung von Kindererziehungszeiten
im Pensionskonto sowie fehlende flächendeckende, ganztägige und
leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen: „Ohne massive Investitionen
in Kinderbetreuung wird sich die Erwerbsbiographie von Frauen nicht
nachhaltig verbessern. Damit bleibt auch die Gefahr von Altersarmut
weiter hoch.“ Zudem seien steil steigende Preise für
Lebensnotwendiges wie Miete, Energie und Lebensmittel eine
zusätzliche Belastung für Pensionistinnen, weshalb die Präsidentin
weitere Unterstützungsmaßnahmen des Bundes und der Länder fordert,
einschließlich einer spürbaren Begrenzung von Miet-, Strom- und
Gaspreisen.
Birgit Gerstorfer kündigt an, ihre Position energisch zu nutzen:
„Die Interessen der älteren Generation werden von mir mit voller
Kraft vertreten. Altersarmut, Altersdiskriminierung sowie die
mangelnde soziale Absicherung von Frauen müssen endlich überwunden
werden. Wann, wenn nicht jetzt!“ (Schluss)