Eishockey-Skandal in Österreich: Frauen-Team schlägt Alarm!

Ein Konflikt, der Österreich erschüttert!

Der österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) steht unter Beschuss, nachdem der langjährige Konflikt mit den besten Eishockeyspielerinnen des Landes einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Am 17. August soll das nächste Trainingscamp des Frauen-Nationalteams stattfinden, doch es werden entscheidende Führungsspielerinnen fehlen. Kapitänin Anna Meixner, Torfrau Selma Luggin und andere Top-Spielerinnen wurden erst gar nicht eingeladen. Weitere Leistungsträgerinnen wie Theresa Schafzahl und Antonia Matzka haben ebenfalls angekündigt, dem Camp fernzubleiben.

Warum eskaliert der Konflikt?

Die Spielerinnen fordern seit Monaten faire und professionelle Rahmenbedingungen, die dem Niveau eines Nationalteams entsprechen. Ein zentraler Streitpunkt ist die Auszahlung eines Taggeldes für Trainingscamps und Turniere, eine Entschädigung, die im Männer-Nationalteam seit Jahren Standard ist. Doch der ÖEHV scheint auf stur zu schalten.

Anna Meixner bringt es auf den Punkt: „Genug ist genug. Unter dieser Führung werden wir nicht mehr für Österreich spielen.“ Diese drastische Aussage zeigt, wie ernst die Lage ist.

Historische Erfolge trotz widriger Umstände

Trotz der schwierigen Bedingungen hat das Frauen-Nationalteam Geschichte geschrieben. Mit dem erstmaligen Aufstieg in die Top Division der zehn besten Nationen qualifizierte sich Österreich für die Weltmeisterschaft 2026 in Dänemark. Ein Meilenstein, der unter besseren Umständen noch größer gefeiert werden könnte.

Doch die Realität sieht anders aus: Die Spielerinnen investieren Urlaubstage und verzichten auf Einkommen, während Funktionäre und Trainer gut bezahlt werden. „Es ist absurd, dass Männer wie Geschäftsführer Helwig oder der schwedische Headcoach Bröms viel Geld bekommen, während die Frauen umsonst spielen“, kritisiert Sascha Tomanek von der Eishockeyspieler:innen UNION.

Vertrauensbruch und Manipulation

Zusätzlichen Zündstoff lieferten personelle Entscheidungen im Umfeld des Nationalteams. Vertraute Betreuer wurden entfernt, während eine umstrittene Mentaltrainerin bleibt. Diese soll versucht haben, die Spielerinnen im Sinne des Verbandes zu manipulieren. „Wie soll man dieser Person jemals wieder vertrauen?“, fragt Tomanek.

Monatelange Verhandlungen ohne Ergebnis

Über Monate hinweg versuchten die Spielerinnen gemeinsam mit der younion-Sportgewerkschaft, eine Lösung zu finden. Doch schriftliche Angebote des ÖEHV kamen entweder verspätet oder gar nicht. „Neun Verbesserungsvorschläge haben wir im März übergeben, keiner wurde bestätigt“, so Tomanek.

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet, doch ihre Stellungnahme scheint den Verband wenig zu interessieren. „Es gibt genug Geld für Anwälte und Prozesse, aber nicht für die Gleichstellung“, kritisiert Tomanek weiter.

Ein Hilferuf an das Sportministerium

Thomas Pichlmann von der younion-Sportgewerkschaft fordert nun eine Untersuchung durch das Sportministerium. „Es geht um Gleichbehandlung und den Schutz der Athletinnen. Wie kann ein Sportverband so mit Frauen umgehen, die historische Erfolge erreicht haben?“ fragt Pichlmann.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Der Druck auf den ÖEHV wächst. Sollte sich nichts ändern, könnte das Frauen-Nationalteam in Zukunft ohne seine besten Spielerinnen dastehen. Ein herber Rückschlag, der den gesamten Frauen-Eishockeysport in Österreich gefährden könnte.

Die Eishockeyspieler:innen UNION und die younion-Sportgewerkschaft stehen hinter den Spielerinnen. „Diese Athletinnen kämpfen für die Zukunft des Frauen-Eishockeys“, betont Pichlmann. „Die Rahmenbedingungen müssen endlich mithalten.“

Der Blick auf andere Bundesländer

In anderen Bundesländern, wie zum Beispiel in Deutschland und der Schweiz, sind solche Konflikte weniger bekannt. Dort gibt es klare Regelungen und faire Entschädigungen für weibliche Athleten, die im Nationalteam spielen. Ein Modell, das auch in Österreich Schule machen könnte.

Die politische Dimension

Die aktuelle Situation wirft auch ein Licht auf die politischen Abhängigkeiten im österreichischen Sport. Der ÖEHV steht unter Beobachtung, und das Sportministerium könnte gezwungen sein, einzugreifen. Eine Entwicklung, die auch in der Vergangenheit bei anderen Sportverbänden zu Veränderungen geführt hat.

Fazit: Ein Weckruf für den österreichischen Sport

Der Konflikt im Frauen-Eishockey ist mehr als nur ein Streit um Geld. Er ist ein Weckruf für den gesamten österreichischen Sport, die Gleichstellung endlich ernst zu nehmen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, ob sich die Situation zum Besseren wendet oder ob der Verband weiterhin auf stur schaltet.

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