Gesundheit

Empfehlung des ORF-Publikumsrats

Wien (OTS) – Der ORF-Publikumsrat hat in seiner Plenarsitzung am
Donnerstag, dem
17. September 2026, unter dem Vorsitz von Mag.a Gabriele Zgubic-
Engleder folgende Empfehlung beschlossen:

Empfehlung des ORF-Publikumsrats zur angemessenen
Berücksichtigung aller Altersgruppen und der Anliegen der Familien
und Kinder:

Laut Publikumsratsstudie 2025 halten insgesamt drei Viertel der
Befragten (75%) für wichtig, dass der ORF Programm für alle
Altersgruppen bietet. Rund zwei Drittel (65%) berichten, dass die
jeweils eigene Altersgruppe im ORF sehr bzw. ziemlich gut
berücksichtigt wird. Am besten sehen ORF-Nutzer:innen die
Berücksichtigung von Alt und Jung im ORF bei den
Informationsangeboten (69% sehr/ziemlich gut) und beim Sportangebot (
65%) gegeben. In vergleichsweise geringerem Ausmaß wird dies beim
Unterhaltungsangebot (55% sehr/ziemlich gut) sowie bei der Auswahl
von Studiogästen und Interviewten (56%) wahrgenommen.

Der ORF soll künftig vor allem Jugendliche stärker
berücksichtigen, fordern 36% der Befragten. Auch für Familien (32%),
Kinder (30%) und ältere Generationen (29%) wird der Wunsch nach einer
besseren Berücksichtigung geäußert. Mit Blick auf ältere Menschen
soll sich der ORF in seinen Programmen vor allem mehr mit
Gesundheit/medizinischer Versorgung (49%), dem Umgang mit dem
Handy/digitale Kompetenzen (49%) sowie mit Pflege/Betreuung (47%)
beschäftigen. Themenwünsche für Familien sind vor allem der Umgang
mit dem Handy/digitale Kompetenzen (50%),
Demokratiebildung/Mitbestimmung (49%), Schule/Bildung (48%) sowie
Umgang mit Medien/Medienkompetenz (48%) und Gesundheit/psychisches
Wohlbefinden von Kindern (47%). Der Publikumsrat empfiehlt der
Geschäftsführung, diesen Anliegen des Publikums nachzukommen.

Beim Schwerpunkt des ORF-Publikumsrats am 3. Juni zur
Berücksichtigung aller Altersgruppen und der Anliegen der Familien
und Kinder in den ORF-Angeboten wurden darüber hinaus folgende
Anliegen und Forderungen geäußert:

– Der ORF soll das geplante Social-Media-Verbot für bis 14-Jährige
hinsichtlich seiner Angebotsentwicklung strategisch nutzen und
jedenfalls den Zugang zu seinen Inhalten sichern.

– Um das Thema Familie im ORF sichtbarer zu machen, soll der ORF die
Schaffung eines ehrenamtlichen Familienbeirats mit Kinder- und
Familienorganisationen als „Sounding Board“ prüfen.

– Für Familien, Eltern und Großeltern soll es Service-Formate rund um
Familienthemen geben. Adäquate Service-Formate sollen auch für junge
Zielgruppen zur Verfügung stehen.

– Programmangebote zu Bildung und Beruf sollen ausgebaut werden.

– Medienkompetenz, Kinderschutz und Kinderrechte sollen Gegenstand
von Information und Unterhaltung sein.

– Für ältere Zielgruppen sind über Gesundheit, Pflege und digitale
Kompetenzen (Handy-Handhabung, ID-Austria, Schutz gegen Onlinebetrug,
Verstehen von KI) hinaus auch Ehrenamt, Demokratie/Mitbestimmung,
Medienkompetenz und Vielfalt im Alter wichtige Informationsbereiche.

– Das Bild der älteren Generation soll wirklichkeitsnäher und
umfassender dargestellt werden („altersbunte Gesellschaft“). Dies
umfasst ihre Bedeutung als große Konsumenten- und Kaufkraftgruppe,
für freiwillige Leistungen in vielen Organisationsformen, ihre
Beiträge für die Kinder- und Enkelgenerationen zu Lebzeiten, ihr
Potenzial am Arbeitsplatz im Wissenstransfer an Jüngere sowie ihre
Bedeutung als eine der größten Wählergruppen im politischen Leben.

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