Wien (OTS) – Baulich abgeschlossen ist die Umgestaltung des ersten,
400 m langen
Abschnitts der Favoritenstraße vom Platz der Kulturen bis zur
Landgutgasse. Dieser Tage wurden die letzten der 35 neuen Bäume und
25 Hochstammsträucher in diesem Abschnitt gepflanzt. Auch die
angrenzenden Plätze, der Columbusplatz und Platz der Kulturen, wurden
umgestaltet. Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Marcus Franz und NEOS-
Wien Klubvorsitzender Selma Arapović hat sich Planungsstadträtin Ulli
Sima heute ein Bild vom Baufortschritt und den letzten
Baumpflanzungen gemacht, die Beete werden witterungsbedingt im
Frühjahr bepflanzt. Ab Anfang 2026 geht es mit den Arbeiten der
Wiener Linien zur Abdichtung der U-Bahn-Decke weiter mit Teil 2 der
Umbauarbeiten bis zum Reumannplatz. Neben weiteren Begrünungs- und
Entsiegelungsmaßnahmen wird im 2. Abschnitt auch eine rund 50 Meter
lange Kletterwand in der Unterführung der Gudrunpassage errichtet.
Insgesamt wird die Fußgängerzone Favoritenstraße auf einer Länge von
über einem Kilometer gekühlt, entsiegelt und begrünt.
„Unter dem Motto ‚Raus-aus-dem-Asphalt‘ entsiegeln und begrünen
wir in der ganzen Stadt Plätze und Straßen. Die Umgestaltung der
insgesamt 1,3 km langen Favoritenstraße und der angrenzenden Plätze
zur klimafitten Flaniermeile ist ein wahres Highlight-Projekt:
Insgesamt 3.000 qm neue Grünflächen und fast 100 neue Bäume werden
künftig für Begrünung und Kühlung dieses zentralen Hitzehotspots im
10. Bezirk sorgen“, so Planungsstadträtin Ulli Sima. Wichtig ist ihr
auch die generelle Neuordnung des öffentlichen Raums, die
einheitliche Anordnung der Schanigärten und die Schaffung von
attraktiven, konsumfreien Aufenthaltsbereichen.
Bezirksvorsteher Marcus Franz zeigt sich erfreut über den ersten
Abschnitt: „Wir haben gemeinsam den Schlussbaum gesetzt, er ist der
letzte von 35 neuen Bäumen im ersten Abschnitt. Ab dem Frühjahr wird
es hier nach rund einem Jahr Bauzeit spürbar mehr Grün und
Aufenthaltsqualität für alle geben. Zusammen mit der Neugestaltung
der Landgutgasse, dem Platz der Kulturen und dem Columbusplatz – der
künftig eine Verbindungsfunktion ins Stadtquartier Neues Landgut
ausübt – bedeuten die Umbauten eine massive Aufwertung für das
gesamte Grätzl. Anwohner*innen, Passant*innen und Geschäftstreibende
werden von der Neugestaltung der ‚Unteren Favoritenstraße‘
gleichermaßen profitieren.“
Begrünte Flaniermeile vom Platz der Kulturen bis Landgutgasse
Vor der Umgestaltung zeigte sich Favoritens Fußgänger*innenzone
grau und trist, auch die nicht mehr zeitgemäßen mobilen Baumtröge und
Ranksäulen haben nicht ausreichend Schatten gespendet. Nun werden im
ersten Abschnitt 2.000 Quadratmeter Grünraum geschaffen sowie 35
Bäume und 25 Hochstammsträucher gepflanzt. 50 Grünbeete wurden
angelegt. Zudem wurden sämtliche Grünflächen mit einer automatischen
Bewässerungsanlage ausgestattet. Anrainer*innen dürfen sich ebenfalls
über neue Sitzmöglichkeiten freuen, wo es sich im neu begrünten
Ambiente besonders gut verweilen lässt.
Abkühlungs- und Spielemöglichkeiten auf den angrenzenden Plätzen
Zusätzlich dazu wurden die angrenzenden Plätze – der Platz der
Kulturen und der Columbusplatz – maximal begrünt. Zum bestehenden
Wasserschiff am Platz der Kulturen wurde ein zusätzliches Wasserspiel
mit Bodendüsen in der Mitte des Platzes errichtet, das an heißen
Sommertagen Kühlung in den 10. Bezirk bringen wird. 6 neue Bäume
wurden gepflanzt, darunter 4 XL-Bäume. Ein neuer Trinkhydrant spendet
frisches Hochquellwasser. Auch der Columbusplatz zeigt sich in einem
neu begrünten Gesicht. Damit der Spielspaß nicht zu kurz kommt,
wurden einige Spielmöglichkeiten wie Tischtennistische und
Hängematten errichtet. Zu den bestehenden 22 Bäumen gesellen sich nun
4 neue hinzu.
„Die Favoritenstraße befindet sich gerade in einem spannenden
Transformationsprozess, der diese so wichtige Einkaufsmeile für den
10. Bezirk noch mehr zum klimafitten Stadtraum mit hoher
Aufenthaltsqualität macht. Die Begrünungs- und Entsieglungsoffensive
wertet das Umfeld deutlich auf, bringt starke Impulse für die lokale
Wirtschaft und ist ein nachhaltiges Versprechen für die kommenden
Generationen“, betont NEOS-Planungssprecherin Selma Arapović.
Ab 2026: Das bringt Phase 2 der Umgestaltung
Ab Anfang 2026 geht es weiter auf der Favoritenstraße – zunächst
mit den Vorarbeiten u.a. durch die Wiener Linien, im Anschluss folgt
dann die klimafitte Umgestaltung des restlichen Abschnitts, der
weiter bis zum Reumannplatz geht. Wie schon im ersten Teil werden
hier großzügige Grünbeete angelegt, die mit insgesamt rund 60 neuen
Bäumen und bunten Stauden bepflanzt werden. Dadurch entstehen weitere
1.000 Quadratmeter Grünfläche, die nicht nur für ein charmantes
Ambiente in der Einkaufsstraße sorgen, sondern auch dringend
benötigte Kühlung bringen. Auch die angrenzende Erlachgasse und
Pernerstorfergasse erhalten 3 neue Bäume. Für zusätzliche Erfrischung
wird im Bereich der Raaber-Bahn-Gasse ein Wassertisch errichtet. Ein
neues Beleuchtungskonzept mit hochwertigen, modernen LED-Lampen sorgt
darüber hinaus für eine bessere Ausleuchtung und ein gesteigertes
Sicherheitsgefühl.
Klimaboulevard mit Boulderwand
Als Highlight im 2. Abschnitt ist eine 50 Meter lange frei
zugängliche Kletterwand in der Unterführung der Gudrunpassage
geplant. Derzeit ist die Unterführung ein wenig frequentierter Weg
und stellt den Zugang zur U1-Haltestelle Keplerplatz dar. Im
Außenbereich wird bei der ehemaligen Treppe eine neue Stahlbetonwand
als Stützmauer und gleichzeitig Boulderwand errichtet. Die
Kletterwand ist bis zu 3 Meter hoch und bietet künftig bis zu 30
kletterbegeisterten Personen gleichzeitig Platz. Zur Errichtung der
Sicherheit wird ein Fallschutzboden verlegt. Zeitgleich wird auch die
Beleuchtung in der Passage modernisiert und der Bereich der
ehemaligen langgezogenen Treppenanlagen begrünt. Die verkehrsfreie
Querung der Gudrunstraße durch die Passage ist für Fußgänger*innen
weiterhin möglich.
Zonierungsverordnung bringt einheitliches Erscheinungsbild
Die beliebte Einkaufsmeile wird aber nicht nur begrünt, sondern
auch insgesamt modernisiert und gestalterisch „aufgeräumt“. Im Rahmen
einer Zonierungsverordnung werden – wie schon beispielsweise auf der
Kärntner Straße üblich – die Standorte für Schanigärten, Imbissstände
und Co. künftig vorab festgelegt. Die Gastgärten werden im Zuge des
Projekts einheitlich angeordnet, um so die kommerziellen Nutzungen im
öffentlichen Raum gezielt zu strukturieren und den Platz für
Begrünung und freie Aufenthaltsbereiche sicherzustellen.
Raus aus dem Asphalt-Rekordbilanz
Seit dem Start der großen Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive
wurden in ganz Wien bereits 344 Projekte umgesetzt, dabei mehr als
3.300 Bäume im Straßenraum und auf Plätzen gepflanzt, über 2.700
Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel
geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens erfahren
die Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine
Aufwertung der Lebensqualität in der 2-Millionenstadt.
Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum
Entdecken https://wienwirdwow.at/
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/