Gesundheit

WB-Graf: Wer Betriebe bremst, bremst Beschäftigung

Wien (OTS) – „AK und ÖGB können ein Bonus-Malus-System noch so oft
neu verpacken.
Aus einer zusätzlichen Belastung wird dadurch kein Anreiz. Wer
Betriebe finanziell bestraft, weil sie vorgegebene Quoten nicht
erfüllen, schafft keinen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz“,
reagiert Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf auf die
neuerliche Forderung von AK und ÖGB nach einem Bonus-Malus-System für
ältere Beschäftigte.

„Unsere Unternehmen wissen sehr genau, welchen Wert Erfahrung,
Know-how und Verlässlichkeit älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben. Das zeigt auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt: Die
Beschäftigung Älterer steigt deutlich, und zwar ohne Bonus-Malus und
ohne Strafzahlungen. Gleichzeitig kämpfen die Betriebe mit hohen
Arbeitskosten, Bürokratie und weiterhin über 170.000 offenen Stellen.
Vor diesem Hintergrund den Unternehmen mangelnde Verantwortung
vorzuwerfen und ihnen die nächste Strafzahlung umzuhängen, geht an
der Realität vorbei“, so Graf.

Für Graf braucht es stattdessen bessere Rahmenbedingungen,
flexible Arbeitsmodelle und wirksame Anreize, damit Menschen länger
gesund und freiwillig im Erwerbsleben bleiben können: „Beschäftigung
entsteht nicht per Strafzettel. Beschäftigung entsteht dort, wo
jemand Verantwortung übernimmt, investiert und einen Arbeitsplatz
schafft. Genau diesen Betrieben müssen wir den Rücken stärken und
dürfen ihnen nicht noch mehr Gewicht aufladen. Man kann den
Beschäftigungsmotor nicht auf Touren bringen, indem man gleichzeitig
die Handbremse anzieht. Genau das wäre dieses Bonus-Malus-System“, so
Graf abschließend.

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