Gesundheit

FPÖ-Keyl: „Brüsseler Abschussbefehl für Sika-Hirsche ist Knieschuss“

Sankt Pölten (OTS) – Die EU-Kommission hat den Sika-Hirsch auf die
Unionsliste invasiver
Arten gesetzt. Das Urteil: Totalabschuss bis August 2027, Haltungs-,
Zucht- und Transportverbot. Betroffen sind über 250 Gehege-Betriebe
in Österreich, der volkswirtschaftliche Schaden beläuft sich laut
Verband der Sika-Halter auf rund 16 Millionen Euro.

„Gesunde Tiere, die seit über 150 Jahren in Österreich heimisch
sind, sollen auf Befehl der EU bis aufs letzte Stück erlegt werden,
ohne sachlich belegte Bedrohung für unsere Tierwelt in Österreich,
ohne Entschädigung und ohne Rücksicht auf die Familien, die
Jahrzehnte in diese Betriebe investiert haben und Bindungen zu den
Tieren aufgebaut haben“, zeigt sich FPÖ Niederösterreich Jagdsprecher
LAbg. Hubert Keyl entsetzt über den Brüsseler Bürokratie-Wahnsinn.

Bitter sei zudem, dass die heimische Jägerschaft über Jahrzehnte
bewiesen habe, dass sie das Thema Sika-Wild absolut im Griff habe.
„Unsere Jäger und Sika-Wild-Halter werden von der EU für dumm
verkauft. Jahrzehntelange Erfahrung, fundierte
Bewirtschaftungskonzepte, funktionierende Jagdpraxis, das alles wird
mit einer einzigen Verordnung vom Tisch gewischt. Hier entscheidet EU
-Inkompetenz über unsere Reviere, unsere Betriebe und unsere Tiere“,
so Keyl weiter.

Die FPÖ Niederösterreich fordert die sofortige Rücknahme dieser
EU-Verordnung und ein Ende der Übergriffigkeit Brüssels gegenüber
unserer Jagd und unserer Landwirtschaft. Wer von Biodiversität und
nachhaltiger Regionalwirtschaft redet, aber gleichzeitig bewährte
jagdliche Lösungen ignoriert und stattdessen ungefährliche Tiere
entnehmen lässt, hat jede Glaubwürdigkeit verloren“, schließt Hubert
Keyl.

Datenschutzinfo