Gesundheit

Hoffnung nach Stocker-Aussage: Kommt jetzt doch eine direkte Auszahlung für Dürrebauern?

Enzenkirchen (OTS) – In einem vor rund 18 Stunden auf seiner
offiziellen Facebook-Seite
veröffentlichten Beitrag erklärte Stocker:

„Ich habe diese Dürrehilfe aus voller Überzeugung und auch unter
Mitwirkung von dir lieber Stefan in deiner Funktion als
Bauernvertreter gemeinsam mit unserem Bundesminister dann sehr rasch
umsetzen können. Wir werden’s in der kommenden Woche auch beschließen
und dann rasch auszahlen , weil es mir ein Anliegen ist, all jene zu
unterstützen, in dieser schweren Zeit, die durch die Dürre um die
Früchte ihrer Arbeit gebracht worden sind.“

Die betroffenen Bauern freuen sich über diese Ankündigung. Denn
wenn der Bundeskanzler ausdrücklich davon spricht, dass nach dem
Beschluss „rasch ausbezahlt“ wird, kann das aus Sicht der schwer
geschädigten Betriebe nur bedeuten, dass nun endlich auch direkte
finanzielle Hilfe auf den betroffenen Höfen ankommt.

Im bisher präsentierten 240-Millionen-Euro-Dürrehilfspaket ist
eine solche direkte Auszahlung an Betriebe entsprechend ihrer
tatsächlichen Dürreschäden nämlich nicht vorgesehen.

Das Paket besteht im Wesentlichen aus Entlastungen bei
Sozialversicherungsbeiträgen, die sich für die Betriebe erst im
Jänner tatsächlich bemerkbar machen, einer höheren Förderung einer
Variante der Dürreversicherung für 2027, Zinszuschüssen sowie
Kreditstundungen.

Diese Maßnahmen können entlasten – aber sie ersetzen keine
verlorene Ernte und bringen den massiv betroffenen Betrieben nicht
unmittelbar jenes Geld, das sie jetzt für Futter, Saatgut, Dünger,
Diesel, Pachten und laufende Rechnungen benötigen.

Umso erfreulicher wäre es, wenn die Aussage des Bundeskanzlers
bedeutet, dass zusätzlich zum bisherigen Paket nun tatsächlich eine
direkte und zielgerichtete Unterstützung der dürregeschädigten Höfe
beschlossen wird.

Die betroffenen Bauern fragen deshalb:

Was genau wird „rasch ausbezahlt“?

Welche Betriebe erhalten diese Auszahlung?

Nach welchen Kriterien wird festgestellt, wer wie stark von der
Dürre betroffen ist?

Wie hoch wird die Unterstützung ausfallen?

Und vor allem: Wann wird dieses Geld tatsächlich auf den Konten
der betroffenen Betriebe eintreffen?

Gerade diese Fragen sind entscheidend. Denn die bisher
angekündigten Maßnahmen werden zu einem großen Teil nach dem
Gießkannenprinzip verteilt und berücksichtigen die tatsächliche
Schadenshöhe der einzelnen Betriebe nur unzureichend.

Ein Betrieb mit vergleichsweise geringen Schäden kann dadurch
ähnliche Entlastungen erhalten wie ein Hof, der massive Ernteausfälle
bis hin zum Totalausfall verkraften muss.

Die am stärksten betroffenen Bauern brauchen deshalb eine
zielgerichtete Unterstützung nach tatsächlichem Schaden.

Wenn Bundeskanzler Stocker nun von „rasch auszahlen“ spricht,
nehmen ihn die dürregeschädigten Bauern beim Wort.

Denn genau darauf warten sie seit Monaten: auf Hilfe, die nicht
nur auf dem Papier steht, sondern tatsächlich und rasch auf den
betroffenen Höfen ankommt.

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