Gesundheit

IV: Effiziente Strukturen sind Schlüssel für weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und Bildungsqualität

Wien (OTS) – Anlässlich der heute vorgestellten Studie „Ausgaben für
Elementarbildung und Kinderbetreuung in Österreich“ verweist die
Industriellenvereinigung (IV) auf die Notwendigkeit, die
Reformpartnerschaft Bildung nun konsequent umzusetzen und die
verfügbaren Ressourcen effizient einzusetzen, um den Ausbau der
Kinderbetreuung und Bildungsqualität in Österreich weiter
voranzutreiben. „Hochwertige Elementarbildung ist eine Investition in
die Zukunft unseres Landes und eine gemeinsame Verantwortung von
Bund, Ländern und Gemeinden. Entscheidend ist, dass Finanzierung,
Qualitätsentwicklung und Personalplanung stärker aufeinander
abgestimmt werden. Gerade angesichts angespannter öffentlicher
Budgets müssen bestehende Ressourcen bestmöglich eingesetzt,
Synergien genutzt und Strukturen effizient weiterentwickelt werden“,
betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Die allgemeinen Kostensteigerungen haben auch vor der
Elementarbildung und Kinderbetreuung nicht Halt gemacht. So sind die
laufenden Ausgaben der öffentlichen Hand für den Betrieb von
Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen zwischen 2017 und 2023
österreichweit um knapp 60 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro
gestiegen. Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede
beim Ausbau der Angebote zwischen den Bundesländern. Zudem erfüllen
viele Einrichtungen noch nicht die VIF-Kriterien für eine bessere
Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere bei den
Öffnungszeiten.

„Moderne, flächendeckende und qualitativ hochwertige
Kinderbetreuung ist ein zentraler Hebel, um dem Fachkräftemangel
entgegenzuwirken. Sie ermöglicht Eltern die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf, verbessert die Erwerbschancen insbesondere von Frauen und
schafft die Basis dafür, dass jedes Kind die bestmöglichen
Entwicklungschancen erhält. Wie gut Kinderbildung und -betreuung
sind, darf nicht vom Wohnort abhängen“, so Neumayer.

Aus Sicht der IV muss der weitere Ausbau von Kinderbildung und
Kinderbetreuung von einer stärkeren regionalen Abstimmung begleitet
werden. Die Investitionen, die in den vergangenen Jahren getätigt
werden, müssen bei Ländern, Gemeinden und Trägern ankommen und ihre
Wirkung entfalten können. Zugleich sieht die IV erhebliches Potenzial
in der Vereinfachung administrativer Prozesse. Unterschiedliche
Richtlinien sowie komplexe Antrags- und Abrechnungsverfahren
verursachen sowohl bei Gemeinden als auch bei Trägerorganisationen
zusätzlichen Aufwand und binden Ressourcen, die besser in die
Qualität der Angebote investiert werden sollten.

„Entscheidend ist, dass die Reformpartnerschaft jetzt konsequent
umgesetzt wird. Es gilt, administrative Prozesse für
Gebietskörperschaften und Bildungseinrichtungen zu vereinfachen.
Ausbau, Qualität und Effizienz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt
werden. Österreich braucht ein modernes, leistungsfähiges System der
Kinderbildung und Kinderbetreuung, das Familien unterstützt, die
Wirtschaft stärkt und Kindern die bestmöglichen Chancen eröffnet“, so
Neumayer abschließend.

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