Gesundheit

Koza/Grüne: „Überarbeitung der ‚Hitzeschutz‘-Verordnung gleich für Ausweitung auf andere Bereiche nutzen!“

Wien (OTS) – „Dass Sozialministerin Schumann heute ihre eigene
Hitzeschutzverordnung für Arbeit im Freien verbessern und
nachschärfen will, ist so notwendig wie unterstützenswert. Dabei darf
es allerdings nicht bleiben – auch bei Arbeit in Innenräumen besteht
dringender Handlungsbedarf. Da fehlen bis jetzt entsprechende
Initiativen seitens der Regierung“, so Markus Koza, Arbeits- und
Sozialsprecher der Grünen, angesichts der Ankündigungen von
Sozialministerin Schumann heute in Ö1.

Besonders dringend sei der Handlungsbedarf bei Schulen,
Kindergärten und Pflegeeinrichtungen. „Besonders in diesen
Einrichtungen sind Maßnahmen gegen extreme Hitze notwendig – nicht
nur zum Schutz der Kinder sowie kranker und älterer Menschen, also
besonders vulnerabler Gruppen – sondern auch, um die
Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in diesen Bereichen
einigermaßen erträglich zu gestalten. Hier besteht höchster
Handlungsbedarf“, fordert Koza die Regierung auf, das nächste Jahr
für wirksame Initiativen zu nutzen.

Besonders dringlich seien, so Koza weiter, auch umfassende
Hitzeschutzmaßnahmen für Erntehelfer:innen: „Was hier die letzten
Tage die sezonieri-Kampagne gemeinsam mit der Gewerkschaf PRO-GE
dankenswerterweise ans Tageslicht befördert hat, muss alle
Alarmglocken schrillen lassen: Lange Arbeitszeiten bei schwer
gesundheitsgefährdenden Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad belegen
den massiven Handlungsbedarf. Menschen, die mit ihrer schweren Arbeit
dafür sorgen, dass wir täglich frische und gute Lebensmittel am Tisch
haben, haben ein Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und
bestmöglichen Hitzeschutz. Die Sozialministerin ist aufgerufen, dazu
raschestmöglich in Verhandlungen mit Sozial- und Koalitionspartnern
zu treten. Es zählen keine Ankündigungen, sondern nur, was umgesetzt
wird“, schließt Koza.

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