Gesundheit

„Report“ über Kopftuchverbot, Kritik an Entwurf für Bundesstaatsanwaltschaft und FPÖ im Umfragehoch

Wien (OTS) – Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem
8. September
2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:

Kopftuchverbot – die Nervosität steigt

Mit Montag gilt österreichweit ein Kopftuchverbot für Mädchen
unter 14 Jahren. Bei Verstößen drohen Eltern Geldstrafen von bis zu
800 Euro. Während die Regierung von einem notwendigen Schritt für
Kinderschutz und Gleichberechtigung spricht, sieht die islamische
Glaubensgemeinschaft darin einen Eingriff in die Grund- und
Freiheitsrechte. Sie will das Kopftuchverbot vor dem
Verfassungsgerichtshof bekämpfen. Ungeachtet der juristischen
Bedenken steigt in den betroffenen Schulen die Nervosität. Es häufen
sich unterschiedliche Boykottaufrufe – mit vorerst noch ungewissen
Folgen. Wie wird das Verbot vor Ort angenommen – und wie realistisch
ist es, dass es diesmal hält? Barbara Krivanek und Martin Pusch waren
zum Schulstart unterwegs.

Bundesstaatsanwaltschaft: Justiz läuft Sturm

Es hätte das Leuchtturmprojekt von SPÖ-Justizministerin Anna
Sporrer sein sollen. Doch die Kritik am Entwurf für eine unabhängige
Weisungsspitze in der Justiz könnte nicht größer sein. Mehr als 800
Stellungnahmen sind eingegangen, das „Who’s who“ der heimischen
Justiz läuft gegen den Entwurf Sturm. Kern der Kritik: Kommt die
Bundesstaatsanwaltschaft so wie vorgesehen, würden politischer
Intervention die Tür geöffnet. Dabei war das Ziel genau das
Gegenteil. Die Justizministerin wollte sich selbst entmachten und als
Weisungsspitze eine unabhängige Institution installieren. Das wäre
durchaus sinnvoll, wie ein Blick in die Justizgeschichte zeigt –
glamouröse Fälle sorgten für strittige Weisungen, am wohl
bekanntesten: Im Verfahren um das gesunkene Schiff Lucona befand der
Justizminister, „die Suppe sei zu dünn“. Die Zahl der Weisungen ist
gesunken, Hauptziel der Bundesstaatsanwaltschaft ist, bereits jeden
Anschein politischer Einflussnahme zu verhindern. Warum versucht die
Justizministerin dieses Projekt gegen breite Kritik durchzubringen?
Und wie will sie die notwendige Zweidrittelmehrheit im Parlament
erreichen? Laura Franz und Patrick Gruska analysieren.

Im Doppelinterview: SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim und
Grünen-Justizsprecherin Alma Zadić

Was macht die FPÖ erfolgreich?

Die FPÖ ist im Umfragehoch, Herbert Kickl sieht sich am Weg ins
Kanzleramt. Der Aufstieg der Rechtspopulisten begann vor 40 Jahren,
als Jörg Haider beim FPÖ-Parteitag in Innsbruck die Parteiführung
übernahm und danach die österreichische Politik nachhaltig prägte.
Heute ist die FPÖ so stark wie nie: Sie regiert in fünf
Bundesländern, stellt in der Steiermark den Landeshauptmann und wurde
bei der Nationalratswahl erstmals stärkste Partei. Ihr Einfluss
reicht längst über Österreich hinaus: AfD-Chefin Alice Weidel
orientiert sich zunehmend an den Freiheitlichen – die siegreiche AfD
will in deutschen Ländern an die Macht. Was macht die FPÖ erfolgreich
– und wer wählt sie? Können ihr Affären etwas anhaben? Ulla Kramar-
Schmid und Alexandra Nöbauer blicken hinter die Kulissen der Partei:
von ihren historischen Wurzeln über Jörg Haiders Aufstieg bis zur FPÖ
von heute.

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