Wien (OTS) – Bestraft zu werden, weil man in Kultur investiert hat,
ist ein echter
Unlucky Punch. „In Wirklichkeit ist das keine Förderung, das ist eine
Kulturdrosselung. Wir wären gezwungen, den Kulturteuro dem Publikum
umzuhängen – oder bei den Honoraren der Comedians zu kürzen. Wir
haben im April eine neue Bühne in Wien eröffnet, mit der Idee, dass
Stand-up Comedy zum festen Bestandteil der Kulturszene wird und
jungen Talenten der Weg zu einer Bühnenkarriere ermöglicht wird.
Vorangegangen ist eine einjährige, umfassende Generalsanierung des
Standorts, im Keller unter dem Café Prückel. Privat finanziert, ohne
einen Euro Fördergeld. Die Refinanzierung ist dementsprechend auf
Jahre angelegt.
Seit dem Start im April hatten wir bereits über 5.000 zahlende
Gäste in unseren Comedy Mixed Shows. Wir starten mit vier Shows pro
Woche in den Herbst, einem eigenen Open Mic für Newcomer, etablieren
gerade ein lokales Hosting-Team. Genau diese Talente, für die hier
eine Heimat entsteht, sind es, die der Kulturteuro als Erstes trifft,
wenn wir uns Innovation nicht mehr leisten können.
Ein Beispiel aus unserem Club: Mit „100-mal Lucky Punch“ bieten
wir jeden Monat Menschen Gratis-Tickets, für die ein Clubbesuch
sonst finanziell nicht drin wäre. Das ist Kulturförderung, keine
intransparente Abgabe, die nach oben entschwindet. Bestraft zu
werden, weil man in Kultur investiert hat, ist ein echter Unlucky
Punch. Für einen Club, der sich gerade erst in der Stadt etabliert,
ist dieser Kulturteuro eine absurde Bestrafung, in your face.
Zuallererst trifft dieser Schlag die Künstlerinnen und Künstler und
das Publikum. Wenn es wirklich um Kulturförderung ginge, sollte man
das Kulturbudget erhöhen, statt privaten Initiatoren die Kosten
massiv zu verteuern. Denn diese 12,5 Prozent kommen durch keine
Hintertür wieder zurück, so realistisch muss man sein. Wer
unternehmerisches Engagement dermaßen drosselt, verdrängt am Ende
genau die Vision einer jungen Kulturszene, von der eine Stadt wie
Wien lebt, und treibt die Künstlerinnen und Künstler aus dem Beruf.
Ich lade Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträan
Veronica Kaup-Hasler herzlich ein, sich am Donnerstag, den 24.
September 2026, bei unserem Herbstopening selbst ein Bild davon zu
machen, dass wir im Lucky Punch sinnvolle Kulturarbeit für Wien
leisten, die auch in Zukunc leistbar bleiben sollte“, so Michael
Mittermeier .